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		<title>Aktuelles von explizit.net</title>
		<link>http://www.explizit.net</link>
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		<language>de-de</language>
		
			<copyright>explizit.net</copyright>
		
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 06:27:13 +0200</pubDate>
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					<item>
						<guid isPermaLink="false">news-2679</guid>
						<pubDate>Sun, 31 May 2026 20:00:00 +0200</pubDate>
						<title>Papst Leo: „Scheuen wir uns nicht, uns auf der Baustelle unserer Zeit die Hände schmutzig zu machen.“</title>
						<link>https://explizit.net/artikel/papst-leo-scheuen-wir-uns-nicht-uns-auf-der-baustelle-unserer-zeit-die-haende-schmutzig-zu-machen/</link>
						<description>Am Pfingstmontag wurde die Enzyklika „Magnifica Humanitas“ im Vatikan vorgestellt. Das päpstliche Lehrschreiben beschäftigt sich mit der &quot;Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz&quot; und Papst Leo XIV. ruft darin dazu auf, sich auch mal die Hände schmutzig zu machen, um zu einer „großartigen Menschlichkeit“, wie der deutsche Titel des Textes heißt, beizutragen. Und dahinter steckt weit mehr als Rhetorik. Ein Kommentar von Chefredakteur Christian Schnaubelt. </description>
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						<content:encoded><![CDATA[<p><em>– einen Beitrag im Rahmen des Monatsthemas Digitalisierung und Künstliche Intelligenz der Portale explizit.net und kath.de –</em></p>
<p>Die erste Enzyklika von Papst Leo XIV., veröffentlicht am 15. Mai 2026 aus Anlass des 135. Jahrestags der Enzyklika <em>Rerum novarum</em> von Leos XIII., stellt die Menschheit vor eine Grundsatzentscheidung: „Entweder sie errichtet einen neuen Turm zu Babel oder sie erbaut die Stadt, in der Gott und die Menschheit gemeinsam wohnen&quot;. Dabei verweist der Heilige Vater auf die biblische Geschichte des Wiederaufbaus der Mauern Jerusalems durch Nehemia (Neh 2–6) anstelle des Turmbaus zu Babel (Gen 11,1–9). <br /> <br /> Papst Leo diagnostiziert zu Beginn von Magnifica Humanitas dabei ein fatales gesellschaftliches Muster: Während einige um die Zukunft der neuen Technologien wetteifern und andere sich intensiv damit auseinandersetzen, „verharren die meisten Menschen in einer Art Wartestellung, beobachten aus der Ferne und hoffen einfach, dass alles gut gehen wird&quot; . Genau dieses passive Zuschauen ist es, dem Papst Leo XIV. mit seinem Appell entgegenwirkt, aktiv zu Baumeister:innen zu werden. <br /> <br /> <strong>Anpacken statt Verwalten</strong></p>
<p>Der entscheidende Satz steht in Absatz 16 von Magnifica Humanitas und lautet wörtlich: </p>
<p><em>„An alle katholischen Gläubigen, an alle Christen, an alle Männer und Frauen guten Willens richte ich einen eindringlichen Appell: Scheuen wir uns nicht, uns auf der Baustelle unserer Zeit die Hände schmutzig zu machen. Wie Nehemia wollen wir beten, weise planen und beharrlich arbeiten, indem wir unser Handeln an Gott ausrichten und den Menschen in den Mittelpunkt unserer Entscheidungen stellen.&quot;</em><em></em></p>
<p>Papst Leo XIV. beschreibt damit einen Appell zum Anpacken und damit einen Gegenpol zum passiven Verharren und Bewahren des Gewesenen. „Baumeister der Gemeinschaft zu sein, keine Architekten von Babel; Diener des kommenden Reiches, keine Herren von Türmen, die einzustürzen bestimmt sind.&quot;<br /><br />Als konkrete Handlungsempfehlungen benennt Papst Leo XIV. &quot;fünf  Ansätze für die Verantwortung im Alltag und im öffentlichen Leben&quot;. Diese sind:&nbsp;<br /><strong><br /></strong><em>&quot;Worte  entwaffnen, Frieden in Gerechtigkeit aufbauen, die Perspektive der  Opfer einnehmen, einen gesunden Realismius pflegen sowie den Dialog und  den Multilaterialismus wiederbeleben.&quot;<strong>&nbsp;</strong></em><br /><br />- Enzyklika <em>Magnifica Humanitas</em>, Nr. 213 </p>
<p>Der Appell, sich die Hände schmutzig zu machen, ist dabei nicht naiv. Im Gegenteil. &nbsp;Der Heilige Vater ist realistisch genug, auf die Gefahr einer „grenzenlosen Selbstbestätigung&quot; hinzuweisen und einen „gesunden Realismus&quot; einzufordern. Was Papst Leo ablehnt, ist die bequeme Zuschauer:innen-Position&nbsp;– das Warten, dass andere schon die richtigen Entscheidungen treffen werden oder alles irgendwie gut gehen wird.<br /><br /><strong>Die Linie von Franziskus' „verbeulter Kirche&quot; zu Leos XIV. „Baumeister der Gemeinschaft“</strong><br /><br />Denn das Bild der schmutzigen Hände, das Papst Leo&nbsp;XIV&nbsp;–&nbsp;ebenso wie ein Verweis auf Tolkiens „Herr der Ringe“&nbsp;– in der Enzyklika verwendet, scheint auf den ersten Blick überraschend. Aber auf den zweiten Blick überführt Papst Leo, die bei Papst Franziskus noch pastoral-seelsorgerlich ausgerichteten Appelle in eine sozialethische und technikpolitische Form: Wer sich die Hände nicht schmutzig macht auf der „Baustelle unserer Zeit&quot;, überlässt Algorithmen und Technologiekonzernen die Gestaltung der menschlichen Zukunft. Die Linie geht von Franziskus' „verbeulter Kirche&quot; zu Leos XIV. „Baumeister der Gemeinschaft“. Dabei zeigt sich Paralleles: Beide Päpste lehnen die bequeme Zuschauerposition als unvereinbar mit christlicher Sendung ab. Während Papst Franziskus neuen Techniken eher skeptisch gegenüberstand, stellt Papst Leo allerdings klar. Es geht ihm beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz nicht, um das Ja oder Nein, sondern um die Frage: Wie wird KI angewendet, wer erschafft diese und wer kann diese (frei) verwenden? <br /> <br /> <em>Technologie kann heilen, verbinden, bilden und unser gemeinsames Haus schützen, aber sie kann auch spalten, ausgrenzen und neue Ungerechtigkeiten hervorbringen. Abstrakt betrachtet ist sie per se weder eine Lösung für die Probleme der Menschheit noch ein Übel. Konkret betrachtet aber ist sie nicht neutral, weil sie die Züge derer annimmt, die sie konzipieren, finanzieren, regulieren und nutzen. Daher ist die erste Entscheidung nicht die zwischen einem „Ja“ oder einem „Nein“ zur Technologie, sondern die zwischen der Konstruktion von Babel oder dem Wiederaufbau Jerusalems, zwischen einer Macht, die sich anmaßt, den Himmel zu beherrschen, und einem Volk, das sich in Gottes Gegenwart vereint ans Werk macht, die Mauern des geschwisterlichen Zusammenlebens wiederaufzubauen</em>. (Enzyklika Magnifica Humanitas – 9)<br /> <br /> <strong>Fazit: Sozialenzyklika für das digitale Zeitalter - Ethikcodex für Künstliche Intelligenz</strong><br /> <br /> „Magnifica Humanitas“ ist mehr als eine Neuauflage von<em> „</em>Rerum novarum“<em>, sondern</em> eine Sozialenzyklika für das digitale Zeitalter. Ohne erhobenen Zeigefinger aber dennoch als seine Vorgänger beschreibt Papst Leo XIV. einen Ethik-Codex für die Schaffung und Nutzung von Künstliche Intelligenz. Aber das Spannendeste: Im Kern der Enzyklika&nbsp; steckt ein uralter Ruf, der bereits im Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Mt 20,1–16) deutlich wird:&nbsp; Werde Baumeister:in und scheue Dich nicht davor, Dir die Hände schmutzig zu machen. Denn die Hände untätig in den Schoß zu legen, war nie die Berufung von uns Christ:innen. Damals wie heute.&nbsp;<br /><br />Papst Leo XIV. hat in seiner ersten Enzyklika deutlich gemacht, worum dies gerade auch im Zeitalter des Digitalen und der KI so wichtig ist und zugleich die Hände zur Zusammenarbeit ausgestreckt: Mit der Bildung, mit der Wissenschaft, mit den Medien, mit der Politik und der von ihm stark kritisierten KI-Industrie. Rechtliche und ethische Leitplanken verhindern nicht die (technische) Zukunft, sie erschaffen sie erst.&quot;Denn Technik ist an sich nicht als menschenfeindliche Kraft zu betrachten&quot;, formuliert Papst Leo optimistisch.&nbsp;<br /> <br /> Lesetipp: Die fünf wichtigsten Aussagen der Enzyklika Magnifica Humanitas vorgestellt:<br /> <a href="https://explizit.net/monatsthema/artikel/magnifica-humanitas-der-mensch-ist-unersetzbar/">https://explizit.net/monatsthema/artikel/magnifica-humanitas-der-mensch-ist-unersetzbar/</a> <br /> <br /> Hinweis: Die Enzyklika ist in deutscher Sprache auf der Vatikan-Website (<a href="https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/encyclicals/documents/20260515-magnifica-humanitas.html" target="_blank">https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/encyclicals/documents/20260515-magnifica-humanitas.html</a>) verfügbar. Zudem kann das Dokument als Broschüre auf der DBK-Website (<a href="https://www.dbk.de/vatikan/dokumente-der-paepste/enzyklika-magnifica-humanitas" target="_blank">https://www.dbk.de/vatikan/dokumente-der-paepste/enzyklika-magnifica-humanitas</a>) vorbestellt werden. <br /> <br /> <em>Ein Kommentar von Christian Schnaubelt<br /> (Chefredakteur und Herausgeber der Portale explizit.net und kath.de)</em> </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Hinweis: Die Portale explizit.net und kath.de werden in mehreren Beiträgen über die Themen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz im Mai/Juni 2026 <a href="https://explizit.net/monatsthema/" target="_blank">hier</a> berichten.&nbsp;</strong></p>]]></content:encoded>
						
							
								<category>Monatsthema</category>
							
								<category>Medien</category>
							
						
						
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						<pubDate>Sat, 30 May 2026 19:00:00 +0200</pubDate>
						<title>&quot;Magnifica Humanitas&quot;: Der Mensch ist unersetzbar</title>
						<link>https://explizit.net/artikel/magnifica-humanitas-der-mensch-ist-unersetzbar/</link>
						<description>Mit &quot;Magnifica Humanitas&quot; hat Papst Leo XIV. am Pfingstmontag eine neue Enzyklika veröffentlicht. Das Dokument, unterschrieben am 15. Mai 2026 - zum 135. Jahrestag der Sozialenzyklika &quot;Rerum novarum&quot; von Leo XIII. - beschäftigt sich mit dem Thema &quot;Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz&quot;. Die Portale explizit.net und kath.de fassen dessen fünf zentralen Aussagen zusammen. </description>
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						<content:encoded><![CDATA[<p><strong></strong><em>-ein Beitrag im Rahmen des Monatsthemas Digitalisierung und Künstliche Intelligenz der Portale explizit.net und kath.de-<br /></em><br /><strong>1. Der Mensch ist unersetzbar — KI ist kein Ebenbild des Menschen</strong></p>
<p>Die vielleicht grundlegendste Aussage der Enzyklika &quot;Magnifica Humanitas&quot; betrifft das Wesen des Menschen gegenüber der Maschine. Papst Leo XIV. verweist darauf, dass KI-Systeme zwar bestimmte Funktionen der menschlichen Intelligenz nachahmen, dabei aber fundamental anders geartet sind:</p>
<p><em>„Sogenannte Künstliche Intelligenzen machen keine Erfahrungen, besitzen keinen Leib, empfinden weder Freude noch Schmerz, reifen nicht in Beziehungen, wissen nicht von ihrem Inneren her, was Liebe, Arbeit, Freundschaft und Verantwortung bedeutet. Sie haben auch kein moralisches Gewissen: Sie unterscheiden nicht zwischen Gut und Böse, sie erkennen nicht den eigentlichen Sinn von Situationen und sie nehmen die Last der Konsequenzen nicht auf sich.&quot;</em><br /><br />— Enzyklika <em>Magnifica Humanitas</em>, Nr. 99</p>
<p>Papst Leo warnt ausdrücklich vor dem Missverständnis, diese Systeme mit menschlicher Intelligenz gleichzusetzen. Ihre Leistungsfähigkeit sei ausschließlich eine Frage der Datenverarbeitung — kein inneres Wachstum, kein Gewissen, keine Liebe. In der Einleitung des Dokuments heißt es zudem: </p>
<p><em>„In der Zeit der Künstlichen Intelligenz, in der die Menschenwürde aufgrund neuer Formen von Entmenschlichung in den Hintergrund zu treten droht, haben wir die dringende Pflicht, zutiefst menschlich zu bleiben und liebevoll jenes großartige Menschsein zu bewahren, das uns geschenkt ist und das in Christus in seiner ganzen Fülle offenbar wurde, und das keine Maschine in seiner Pracht jemals ersetzen kann.&quot;</em>&nbsp;<br /><br />— Enzyklika <em>Magnifica Humanitas</em>, Nr. 15</p>
<p><strong>2. Technologie ist nicht neutral</strong></p>
<p>Leo XIV. weist nachdrücklich darauf hin, dass Technologie zwar an sich weder gut noch böse ist, in der Praxis aber niemals neutral bleibt. Im Bild der zwei biblischen Geschichten — Turmbau zu Babel und Wiederaufbau Jerusalems im Geiste Neremiahs — fasst der Pontifex die zentrale Entscheidung zusammen, vor der die Menschheit steht:</p>
<p><em>„Abstrakt betrachtet ist sie per se weder eine Lösung für die Probleme der Menschheit noch ein Übel. Konkret betrachtet aber ist sie nicht neutral, weil sie die Züge derer annimmt, die sie konzipieren, finanzieren, regulieren und nutzen.&quot;</em><br /><br />— Enzyklika <em>Magnifica Humanitas</em>, Nr. 9</p>
<p>Besondere Sorge gilt dem Heiligen Vater der Frage nach der Machtkonzentration: Während früher Staaten Innovationen lenkten, sind es heute private, oft transnationale Akteure, die über Ressourcen verfügen, die denen vieler Regierungen überlegen sind. <em>„Die technologische Macht nimmt somit eine beispiellose, vorwiegend ‚private' Gestalt an und ist aus diesem Grund noch schwieriger zu erkennen, zu steuern und auf das Gemeinwohl auszurichten.&quot;</em> (Enzyklika <em>Magnifica Humanitas</em>, Nr. 5).<br /><br />Deshalb ruft das päsptliche Lehrschreiben zur Unterscheidung auf: die Grundprinzipien der Soziallehre — Würde, Gemeinwohl, Subsidiarität, Solidarität, Gerechtigkeit — sollen Maßstab sein, um zu beurteilen, ob Künstliche Intelliigenz tatsächlich der Menschheit dient oder sie unterwirft.</p>
<p><strong>3. KI braucht Verantwortung, Transparenz und demokratische Kontrolle</strong></p>
<p>Ein drittes Leitmotiv von&nbsp;Enzyklika Magnifica Humanitas<em>&nbsp;</em>betrifft die Forderung nach klaren Regelungen, Transparenz und Rechenschaftspflichten. Die Enzyklika betont, dass der Einsatz von KI niemals eine rein technische Angelegenheit sei, weil sie mit Rechten, Chancen, Ruf und Freiheit in Berührung komme.</p>
<p><em>„Damit KI die Menschenwürde achtet und wirklich dem Gemeinwohl dient, müssen die Verantwortlichkeiten jederzeit klar sein — angefangen bei jenen, die die Systeme entwerfen und trainieren, bis hin zu jenen, die sie nutzen und ihnen konkrete Entscheidungen anvertrauen.&quot;<br /></em><br /> — Enzyklika <em>Magnifica Humanitas</em>, Nr. 105</p>
<p>Explizit wendet sich Papst Leo gegen eine vollständig automatisierte Entscheidungsfindung in sensiblen Bereichen wie Kreditvergabe, Personalauswahl oder Rechtsprechung — da Algorithmen Mitleid, Barmherzigkeit, Vergebung und die Offenheit für Veränderung nicht kennen. Einem Algorithmus die Macht zu übertragen, ohne dass noch jemand die Last der Entscheidung trage, bedeute, <em>„ihm die Aufgabe zu übertragen, die Grenzen menschlicher Möglichkeiten neu zu definieren&quot;</em> (Enzyklika <em>Magnifica Humanitas</em>, Nr. 103). Die Enzyklika fordert daher angemessene rechtliche Rahmenbedingungen, unabhängige Aufsicht, Aufklärung der Nutzer und eine Politik, die sich ihrer Aufgabe nicht entzieht.</p>
<p><strong>4. Wahrheit, Arbeit und Freiheit müssen im digitalen Wandel geschützt werden</strong></p>
<p>Das vierte Kapitel der Enzyklika&nbsp;Magnifica Humanitas<em>&nbsp;</em>wendet sich den konkreten Lebensbereichen zu, in denen KI besonders tiefgreifende Veränderungen bewirkt. Unter den Titeln „Wahrheit als Gemeingut&quot;, „Würde der Arbeit&quot; und „Freiheit vor Abhängigkeit&quot; werden drei Bedrohungsszenarien entfaltet.</p>
<p>Zur Wahrheit heißt es: <em>„Desinformation hat nicht erst mit der KI begonnen, findet in ihr jedoch einen wirkungsvollen Verstärker. Die Möglichkeit, Inhalte, Bilder und Videos zu manipulieren, setzt die Bürger einseitigen oder irreführenden Sichtweisen aus.&quot;</em> (Enzyklika <em>Magnifica Humanitas</em>, Nr. 132) Für die Demokratie sei dies eine ernsthafte Gefahr, denn <em>„die Gleichgültigkeit gegenüber der Wahrheit führt zu einem langsamen, aber unaufhaltsamen Abgleiten zum Totalitarismus&quot;</em> (Enzyklika <em>Magnifica Humanitas</em>, Nr. 134), wie die Enzyklika unter Berufung auf Hannah Arendt festhält.</p>
<p>Zur Arbeit warnt Leo XIV., dass durch Automatisierung und KI neue Formen der Prekarität entstehen: <em>„Während die KI verspricht, die Produktivität zu steigern, indem sie gewöhnliche Aufgaben übernimmt, sind die Arbeitnehmer oft gezwungen, sich an die Geschwindigkeit und die Anforderungen der Automaten anzupassen.&quot;</em> (Enzyklika <em>Magnifica Humanitas</em>, Nr. 150) Das Streben nach höheren Gewinnen rechtfertige keine Entscheidungen, die systematisch Arbeitsplätze opfern: <em>„Der Mensch ist Ziel und nicht Mittel.&quot;</em> (Enzyklika <em>Magnifica Humanitas</em>, Nr. 152)</p>
<p>Zur Freiheit betont der Papst die Gefahr digitaler Abhängigkeit und sozialer Kontrolle durch Datenerhebung: <em>„Wenn jede Handlung — Bewegungen, Käufe, Beziehungen, Vorlieben — Spuren hinterlässt, dann entsteht eine neue Macht: Jene, Profile zu erstellen, Vorhersagen zu treffen und Verhalten zu beeinflussen, oft ohne dass sich die Menschen dessen voll bewusst sind.&quot;</em> (Enzyklika <em>Magnifica Humanitas</em>, Nr. 171)</p>
<p><strong>5. Gegen Transhumanismus: Das christliche Menschenbild als Gegenentwurf</strong></p>
<p>Die fünfte Kernaussage <em>von&nbsp;</em>Magnifica Humanitas, ist anthropologischer und theologischer Natur. Leo XIV. wendet sich gegen transhumanistische und posthumanistische Strömungen, die in der technischen Überwindung menschlicher Begrenztheit das eigentliche Heil erblicken. Diese Ideologien bildeten, so das Dokument, den <em>„ideologischen Hintergrund, der in einigen technologischen Machtzentren anzutreffen ist&quot;</em> (Enzyklika <em>Magnifica Humanitas</em>,&nbsp;Nr. 115).</p>
<p>Der Papst entgegnet mit dem christlichen Humanismus:</p>
<p><em>„In Christus verstehen wir, dass der Mensch dazu berufen ist, am Werk der Schöpfung mitzuwirken, statt resigniert den technologischen Entwicklungen zuzusehen, die unsere Freiheit und Verantwortung einschränken. Die Würde, die der Heilige Geist jedem von uns verleiht, zeigt sich auch in der Fähigkeit, kritisch zu reflektieren, frei zu wählen, selbstlos zu lieben und echte Beziehungen einzugehen. Kein noch so ausgeklügeltes Computersystem erschafft ein Herz, das sich hingibt, oder ein Gewissen, das das Gute erkennt.&quot;</em><br /><br />— Enzyklika <em>Magnifica Humanitas</em>, Nr. 233</p>
<p>Menschliche Begrenztheit sei kein Fehler, der korrigiert werden müsse, sondern der Raum, in dem Mitgefühl, echte Fürsorge, Gebet und Gottesbeziehung erst möglich werden. Das wahre <em>„more than human&quot;</em> komme nicht aus der Technologie, sondern aus der Gnade Gottes — eine Unterscheidung, die Leo XIV. als <em>„radikal&quot;</em> gegenüber den <em>„prometheischen Träumen&quot;</em> des Transhumanismus bezeichnet. (Enzyklika <em>Magnifica Humanitas</em>,&nbsp;Nr. 128)&nbsp;</p>
<p><strong>Fazit: Kein neuer Turmbau zu Babel&nbsp;</strong></p>
<p>Die Enzyklika <em>Magnifica Humanitas</em> ist kein technikfeindliches Lehrschreiben. Es stellt nicht die Frage ja oder nein zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz, sondern die Frage nach dem wie diese gestaltet wird und nach dem wer? Also wer die KI erstellt und wer sie frei nutzen kann.&nbsp;<em><br /><br /></em>Die Enzyklika <em>&quot;Großartige Menschheit&quot;, </em>wie der Titel in deutscher Übersetzung heißt, begrüßt, dass KI heilen, bilden und verbinden kann. Ihr leitender Gedanke aber ist ein ethischer Imperativ: Technologie muss stets an der Frage gemessen werden, ob sie das Leben tatsächlich menschlicher macht. </p>
<p><em>„Macht KI das menschliche Leben auf dieser Erde wirklich in jeder Hinsicht menschlicher? Macht sie das Leben menschenwürdiger?&quot;</em>&nbsp;<br /><br />- Enzyklika <em>Magnifica Humanitas</em>, Nr. 129<br /><br />Diese Frage, die Leo XIV. im Geiste von Leo XIII. stellt, ist der eigentliche Prüfstein der ganzen Enzyklika.<br /><br />Als konkrete <strong>Handlungsempfehlungen</strong> benennt Papst Leo XIV. &quot;fünf  Ansätze für die Verantwortung im Alltag und im öffentlichen Leben&quot;. Diese sind:&nbsp;<br /><strong><br />&quot;Worte entwaffnen, Frieden in Gerechtigkeit aufbauen, die Perspektive der Opfer einnehmen, einen gesunden Realismius pflegen sowie den Dialog und den Multilaterialismus wiederbeleben.&quot;&nbsp;</strong><br /><br />- Enzyklika <em>Magnifica Humanitas</em>, Nr. 213</p>
<p>Papst Leo XIV: legt den Leser:innen ans Herz, nicht den Turm zu Babel zu bauen, sondern — nach dem Vorbild Nehemias — gemeinsam und verantwortungsbewusst zu handeln: <em>„<br /><br />Baumeister der Gemeinschaft zu sein, keine Architekten von Babel; Diener des kommenden Reiches, keine Herren von Türmen, die einzustürzen bestimmt sind.&quot;</em>&nbsp;<br /><br />- Enzyklika <em>Magnifica Humanitas</em>, Nr. 16<br /><strong><br />Die Enzyklika&nbsp;</strong><strong>&quot;Magnifica Humanitas&quot;&nbsp;</strong><strong>ist in deutscher Sprache auf der <a href="https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/encyclicals/documents/20260515-magnifica-humanitas.html" target="_blank">Vatikan-Website </a>verfügbar. Zudem kann sie auf der <a href="https://www.dbk.de/vatikan/dokumente-der-paepste/enzyklika-magnifica-humanitas" target="_blank">DBK - Website </a>als Broschüre in deutscher Sprache vorbestellt werden.&nbsp;&nbsp;</strong></p>
<p><em>Lesetipp: Der Beitrag von Eckhard Bieger SJ zu&nbsp;</em>Magnifica Humanitas<em>&nbsp;</em><em>bei unserem Partnerportal <a href="https://hinsehen.net/digitalisiert/artikel/leo-xiv-die-ideologie-der-ki/" target="_blank">hinsehen.net</a>.&nbsp;<br /><br />Christian Schnaubelt<br />(Chefredakteur und Herausgeber der Portale explizit.net und kath.de)<br /><br /></em><strong>Hinweis: Die Portale explizit.net und kath.de werden in mehreren     Beiträgen über die Themen Digitalisierung und Künstliche Intellgenz   im   Mai / Juni 2026 <a href="https://explizit.net/monatsthema/" target="_blank">hier</a> berichten.&nbsp;</strong></p>]]></content:encoded>
						
							
								<category>Monatsthema</category>
							
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						<pubDate>Fri, 29 May 2026 10:00:00 +0200</pubDate>
						<title>Kommentar: Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt wird Topthema</title>
						<link>https://explizit.net/artikel/kommentar-kuenstliche-intelligenz-in-der-arbeitswelt-wird-topthema/</link>
						<description>Immer öfter wird Künstliche Intelligenz im Zusammenhang mit Unternehmens- Ergebnissen als bestimmender Faktor genannt. So bei der Präsentation der Unternehmensdaten der Deutschen Bank und bei der Bilanzpressekonferenz der Commerzbank. Aber zwischen Euphorie und Alarmismus zeichnet sich zunehmend ein differenzierteres Bild ab. Ein Kommentar des Finanzexperten Ulrich Lehmann. </description>
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						<content:encoded><![CDATA[<p><em>-ein Beitrag im Rahmen des Monatsthemas Digitalisierung und Künstliche Intelligenz der Portale explizit.net und kath.de-</em><br /><br />Gerade auch der Wirtschaftsnobelpreisträger 2024 und Institutsprofessor am MIT (Massachusetts Institute of Technology)<span lang="IT"> Daron Acemoglu </span>weist in seinem Buch „Macht und Fortschritt“ auf interessante Aspekte hin, die bisher weniger beachtet wurden.</p>
<p><strong>Die Produktivitätsrevolution ist zurzeit nur eine Wunschprognose</strong></p>
<p>Während Technologieunternehmen häufig von einer bevorstehenden Produktivitätsrevolution sprechen, warnt Acemoglu vor überzogenen Erwartungen. In mehreren Studien argumentiert er, dass der wirtschaftliche Nutzen von KI kurzfristig begrenzter ausfallen dürfte als angenommen. Nur ein kleiner Teil aller Tätigkeiten lasse sich tatsächlich kostengünstig automatisieren. <span lang="IT">Acemoglu sch</span>ätzt, dass in den kommenden zehn Jahren lediglich rund fünf Prozent aller Arbeitsaufgaben wirtschaftlich sinnvoll durch KI ersetzt werden k<span lang="SV">ö</span>nnten.&nbsp; Der Grund liegt in der Realität vieler Arbeitsprozesse: Die meisten Berufe bestehen nicht aus einer einzigen standardisierten Tätigkeit, sondern aus komplexen Kombinationen sozialer, organisatorischer und kreativer Aufgaben. Selbst dort, wo KI einzelne Schritte übernehmen kann, bleibt menschliche Kontrolle oft unverzichtbar.</p>
<p>Diese Thesen haben zumindest für große, international tätige Großbanken eine gewisse Stichhaltigkeit, da hier bereits viele Tätigkeiten durch den Einsatz von Maschinen automatisiert wurden und immer dieselben Tätigkeiten in erheblichem Maße in andere Länder wie Indien oder Polen ausgelagert werden.Die verbleibenden Stellen sind in der Regel recht gemischt, das heißt, es müssen im Tagesablauf viele unterschiedliche Tätigkeiten ausgeführt werden und nicht immer nur sogenannte wissensintensive Routinetätigkeiten. In der Regel gilt, dass Tätigkeiten, die man leicht überwachen kann, auch leicht automatisiert werden können. Die Anstrengung für kreatives Arbeiten kann hingegen schlechter beobachtet und überwacht werden.</p>
<p>Zurzeit wird im Banksektor allerdings versucht, auf europäischer Ebene eine weitgehende Homogenisierung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und einen erleichterten Marktzutritt gerade auch von Verwahrstellen von Wertpapieren in alle Länder der EuropäischenUnion zu erreichen. Das zielt aber darauf ab, Arbeitsprozesse zu homogenisieren und dann automatisieren zu können,und hat so direkt nichts mit der KI zu tun.</p>
<p>Acemoglu warnt zudem vor einer weiteren problematischen Entwicklung, die er als „so-la-la-Automation“ bezeichnet&nbsp;– eine mittelmäßige Automatisierung, die zwar Arbeitskräfte ersetzt, aber kaum echte Produktivitätsgewinne schafft. Unternehmen k<span lang="SV">ö</span>nnten versucht sein, Menschen durch billigere KI-Systeme zu ersetzen, selbst wenn die Qualität leidet. Beispiele dafür finden sich bereits im automatisierten Kundendienst oder bei algorithmisch erzeugten Online-Inhalten. Die Folge wären sinkende L<span lang="SV">ö</span>hne und schlechtere Dienstleistungen, ohne dass die Gesamtwirtschaft spürbar effizienter würde. </p>
<p><strong>Soziale Intelligenz als Wettbewerbsvorteil</strong></p>
<p>Auch hier kann man ihm teilweise recht geben. Wohl jeder hatte schon mit KI-Systemen zu tun, wenn man versucht, den Kundendienst einer Bank oder anderer Dienstleister zu erreichen, und viele werden mit dem Ergebnis nicht zufrieden gewesen sein. Es zeichnet sich ab, dass es bei vielen Dienstleistungen zu einem billigen Basisprogramm, etwa bei Bankdienstleistungen und der Gastronomie (‚Self Service‘ und Lieferdienste), kommt. Hier ist der Wettbewerbsdruck dann recht hoch und die Margen entsprechend gering. Geld kann man hier dann vor allem durch einen exzellenten Service verdienen, für den die Kunden bereit sind, zu bezahlen. Also eher soziale Intelligenz als artifizielle Intelligenz.&nbsp; Die Edelgastronomie lebt gerade auch von der persönlichen Zuwendung des Personals an die Kunden. Auch im Handel gilt, dass ein positives Einkaufserlebnis und gute Beratung zu einem höheren Umsatz und mehr Rendite führen. Mit reiner Bedürfnisbefriedigungim Massengeschäftist kaum Geld zu verdienen. Nur mit einem Service, der höhere Preise rechtfertigt, lassen sich gute Margen bei Dienstleistungen erzielen. Noch deutlicher ist die Wichtigkeit von sozialer Intelligenz in der Altenpflege und im Gesundheitswesen. Hier kann menschliche Zuwendung nur sehr bedingt durch KI ersetzt werden.</p>
<p><strong>KI kann nicht überall gut eingesetzt werden.</strong></p>
<p>In vielen Tätigkeitsfeldern ist es kaum möglich,KI als Ersatz für menschliche Arbeitskraft einzusetzen. Etwa in den meisten handwerklichen Berufen, der Landwirtschaft oder der Medizin. Auch im Bereich der inneren und äußerenSicherheit wird die KI den Menschen nicht ersetzen können, sondern seine Fähigkeiten erweitern und unterstützen. KI wäre hier ein weiteres Instrument, das den Menschen unterstützt, wie etwa der Taschenrechner oder der Personal Computer. Auch dürfte die KI langfristig neue Beschäftigungsfelder hervorbringen&nbsp;– etwa in der Datenanalyse, der KI-Überwachung, der digitalen Bildung oder im Bereich menschlicher Dienstleistungen, die sich kaum automatisieren lassen.</p>
<p><strong>Technologische Innovation bedeutet nicht automatisch gesellschaftlichen Fortschritt</strong></p>
<p>Daron Acemoglu erinnert daran, dass es den meisten Menschen auf der Erde heute besser geht als ihren Vorfahren. Sie haben sich in den frühen Industriegesellschaften Bürger und Arbeiter zusammenschlossen, um die von den Eliten bestimmten Entscheidungen über Technologie und Arbeitsbedingungen anzufechten sowie eine gleichmäßigereAufteilung der Erträge technischer Verbesserungen zu erzwingen. &nbsp;Entscheidend wird daher die politische Gestaltung des Wandels sein. Bildungssysteme, Weiterbildung und soziale Sicherung gewinnen an Bedeutung. Wenn Beschäftigte frühzeitig für neue Anforderungen qualifiziert werden, k<span lang="SV">ö</span>nnte KI tatsächlich denWohlstand erh<span lang="SV">ö</span>hen, ohne massive Arbeitslosigkeit auszul<span lang="SV">ö</span>sen. Unterbleiben solche Investitionen, drohen soziale Spannungen und eine weitere Polarisierung des Arbeitsmarktes. Wichtig ist daher nicht nur, was Maschinen k<span lang="SV">ö</span>nnen, sondern auch, wie Gesellschaften entscheiden, sie einzusetzen.</p>
<p>Die<span lang="NL">Europ</span>äische Union versucht, die <span lang="EN-US">KI st</span>ärker zu regulieren. Datenschutz, Transparenz und Arbeitnehmerrechte spielen dabei eine größere Rolle. Kritiker befürchten Wettbewerbsnachteile gegenüber den USA und China. Befürworter argumentieren dagegen, dass gerade Vertrauen und Verlässlichkeit langfristig wirtschaftliche Stärke schaffen k<span lang="SV">ö</span>nnten.</p>
<p>Acemoglu und Simon Johnson betonen auch die Notwendigkeit des Eigentumsrechts der Nutzer an ihren Daten und einen wirksamen Schutz der Privatsphäre. Auch eine Automatisierungssteuer und die Zerschlagung von Monopolen der Tech-Konzerne sollten nicht außer Betracht gelassen werden, um die technologische Entwicklung weg von Automatisierung, Überwachung, Datensammlung und digitaler Werbung zu lenken.</p>
<p>Man darf also gespannt die weitere Entwicklung betrachten. Wird die KI hauptsächlich dazu verwendet, Arbeitnehmer zu überwachen und als Ersatz für menschliche Arbeitskräfte zu dienen? Oder wird sie die Fähigkeiten der Menschen erweitern und damit einen Produktivitätsschub auslösen, den wir angesichts des weltweiten Rückgangs des Arbeitskräftepotenzials, insbesondere bei gut ausgebildeten Menschen, dringend brauchen?</p>
<p><em>Ein Kommentar von Ulrich Lehmann</em></p>
<p>Literatur u.&nbsp;a.: Daron Acemoglu und Simon Johnson: Macht und Fortschritt, unser 1000-jähriges Ringen um Technologie und Wohlstand. </p>
<p><strong>Hinweis: Die Portale explizit.net und kath.de werden in mehreren    Beiträgen über die Themen Digitalisierung und Künstliche Intellgenz  im   Mai / Juni 2026 <a href="https://explizit.net/monatsthema/" target="_blank">hier</a> berichten.&nbsp;</strong></p>]]></content:encoded>
						
							
								<category>Monatsthema</category>
							
						
						
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						<guid isPermaLink="false">news-2675</guid>
						<pubDate>Thu, 28 May 2026 10:00:00 +0200</pubDate>
						<title>Lagoda: &quot;Es ist wichtig nachzudenken, dann mutig aufzustehen und sich persönlich einzubringen&quot;</title>
						<link>https://explizit.net/artikel/lagoda-es-ist-wichtig-nachzudenken-dann-mutig-aufzustehen-und-sich-persoenlich-einzubringen/</link>
						<description>Der 104. Deutsche Katholikentag endete am 17. Mai. Aber das Katholik:innen-Treffen in Würzburg hat Spuren hinterlassen. Die Portale explizit.net und kath.de befragen daher Organisationen und Verbände nach ihrem Fazit. Heute Teil 4: Lucia Lagoda, stellvertretende Bundesvorsitzende des katholischen Frauenverbandes kfd. </description>
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						<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage 1: Frau Lagoda, der 104. Deutsche Katholikentag ist beendet. Welches Fazit ziehen Sie?</strong></p>
<p>Der Katholikentag in Würzburg hat gut getan und gezeigt, dass es weiterhin eine Sehnsucht nach persönlicher Begegnung und persönlichem Austausch unter katholischen Christen gibt. Aber das nicht nur innerhalb der „katholischen Blase“, sondern weit darüber hinaus. Das hat man daran gemerkt, dass es auf der Kirchenmeile Stände auch nicht katholischer Akteure z.B. der evangelischen Kirche, der Bertelsmann Stiftung, der Rosa-Luxemburg Stiftung und weiterer namhafter Institutionen gab.&nbsp; </p>
<p>Das Motto: „Hab Mut, steh auf“ hat darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, nachzudenken und dann mutig aufzustehen und sich persönlich einzubringen, sowohl in der Kirche als auch in der Gesellschaft um die Demokratie zu erhalten, die Menschenwürde immer wieder einzufordern und den sozialen Zusammenhalt zu stärken. </p>
<p>Der Katholikentag in Würzburg war abwechslungsreich: er war fröhlich, fromm, gemeinschaftlich, nachdenklich und ermutigend.&nbsp;</p>
<p><strong>Frage  2: ZdK und DBK haben betont, dass der Katholikentag 2026 politische  Zeichen in Kirche und Gesellschaft gesetzt hat. Welche waren dies aus  Ihrer Sicht und gibt es aus Ihrer Sicht auch Themen, die in Würzburg zu  kurz gekommen sind?&nbsp;</strong></p>
<p>Natürlich spielt auf Katholikentagen das ganze Spektrum der katholischen Themen eine große Rolle, also Themen wie z.B. Spiritualität, Gebet, Mediation, Gottesdienste, Glaubensfragen und Fragen nach dem Sinn des Lebens usw. Aber die Katholikentage waren schon immer politisch. Dieser Katholikentag hat m.E. die Politik noch einmal stärker in den Vordergrund gerückt.</p>
<p>Obwohl die Kirche sich innerhalb ihrer Strukturen schwer tut, hat sie sich doch klar zur Demokratie bekannt und sich&nbsp; vehement gegen rechtsextremes Gedankengut gestellt. Veranstaltungen zum&nbsp; Demokratieverständnis, einer Gesellschaft die wieder zusammenhalten und -wachsen muss, nahmen einen großen Raum ein.</p>
<p>In einer eigens eingerichteten „Demokratie-Kirche“ wurden&nbsp; Workshops zu den Themen: Menschenwürde, Teilhabe und Verständigung angeboten.</p>
<p>Weitere politische Themen wie „Krieg, Frieden, Aufrüstung und Sicherheit“ waren Inhalt in vielen gut besuchten Podien, Gesprächskreisen und Workshops. Man merkte in allen Veranstaltungen die Aktualität und die große Relevanz dieser Themen für alle Teilnehmenden.</p>
<p>Das Thema der Missbrauchs-Aufarbeitung war präsent, aber es hätte angesichts seiner gesamtgesellschaftlichen Tragweite wesentlich zentraler platziert sein können. Für viele Betroffene und Menschen, die die Kirche deswegen verlassen haben, ist dies für sie die Glaubwürdigkeitsfrage der Kirche.</p>
<p>Auch das Thema „Kirchenaustritte“ hätte m.E. mehr Beachtung verdient.<br /><br />        <strong>Frage 3: Hat der Katholikentag aus Sicht der kfd  &quot;Rückenwind&quot; oder &quot;Gegenwind&quot; in die Debatte um ein &quot;Frauendiakonat&quot; in  Deutschland gegeben?</strong>&nbsp;</p>
<p>Ich denke, es hat&nbsp; „Rückenwind“ für die Debatte des Frauendiakonates gegeben.</p>
<p>Die kfd hat den Katholikentag in Würzburg genutzt, um wieder einmal gezielt die Gleichberechtigung der Frauen in der Kirche und hier besonders die Predigterlaubnis für Frauen innerhalb von Eucharistiefeiern und den Diakonat der Frau einzufordern.</p>
<p>Besonders deutlich sehe ich dies beim gemeinsamen Aufruf katholischer Reformkräfte, den auch die kfd mit unterzeichnet hat. Hier haben wir ausdrücklich die „dringend notwendige Erneuerung aller priesterlichen, diakonischen und leitungs-Dienste“ gefordert.</p>
<p>Dies kam bei den&nbsp; Diskussionen im kfd-Zelt sehr stark zum Ausdruck und wurde durch unsere öffentlichen Aktionen unterstützt.</p>
<p>Ganz besonders die Preacher-Slams, als Highlight des Predigerinnentages der kfd, haben sehr großen Anklang unter den Besucher*innen gefunden. Damit hat die kfd gezeigt, dass wir Frauen bereits geistliche Verantwortung übernehmen und unsere Stimmen in der Kirche zu diesen Themen gehört und beachtet werden sollten.</p>
<p>Die kfd hat auf dem Katholikentag einerseits Bestärkung und Unterstützung erfahren und konnte andererseits unserem berechtigten Anliegen öffentliche Sichtbarkeit verschaffen. All&nbsp; das werten wir als „Rückenwind“ für uns.</p>
<p><strong>Zusatzfrage: Beim Katholikentag in Würzburg wurde der Ruf nach einem Ökumenischen Kirchentag wieder lauter. Wie stehen Sie dazu?&nbsp;</strong></p>
<p>Die beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland haben viele gemeinsame Fragen zu beantworten wie z.B. die Glaubwürdigkeit der Kirchen, der Umgang mit Macht und Missbrauch, Fragen sozialer Gerechtigkeit, Frieden, Sicherheit und den Klimaschutz. </p>
<p>Aber man darf nicht verkennen, dass es auch große Unterschiede gibt, die sich so schnell nicht verändern lassen, so zur Frage des gemeinsamen Abendmahls bzw. der Eucharistie oder das unterschiedliche Amtsverständnis.</p>
<p>Der Katholikentag in Würzburg hatte schon viele ökumenische Ansätze, so etwa die Beteiligung der ACK. Ferner gab viele konfessionsübergreifende Angebote. Ich denke da z.B. an den ökumenischen Frauengottesdienst im Kiliansdom mit 1450 Besucher*innen.</p>
<p>Ich denke auch, dass die Basis vor Ort in vielen Pfarrgemeinden weiter ist als unsere Kirchenleitungen vermuten. Das christliche Miteinander im Alltag funktioniert vielerorts unproblematisch. </p>
<p>Ich würde die Tradition der ökumenischen Kirchentage, die alle sehr erfolgreich waren, gerne fortgeführt sehen.</p>
<p><em>Das Interview mit Lucia Lagoda, stellvertretende Bundesvorsitzende der kfd, führte Christian Schnaubelt, Chefredakteur und Herausgeber von explizit.net.&nbsp;</em></p>]]></content:encoded>
						
							
								<category>Kirche</category>
							
						
						
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					<item>
						<guid isPermaLink="false">news-2674</guid>
						<pubDate>Wed, 27 May 2026 17:00:00 +0200</pubDate>
						<title>Weisner: &quot;notwendige Reformen in allen Bereichen, kirchlich wie gesellschaftlich&quot;</title>
						<link>https://explizit.net/artikel/weisner-notwendige-reformen-in-allen-bereichen-kirchlich-wie-gesellschaftlich/</link>
						<description>Der 104. Deutsche Katholikentag endete am 17. Mai. Aber das Katholik:innen-Treffen in Würzburg hat Spuren hinterlassen. Die Portale explizit.net und kath.de befragen daher Organisationen und Verbände nach ihrem Fazit. Heute Teil 3: Christian Weisner vom &quot;Wir sind Kirche&quot; - Bundesteam. </description>
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						<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage 1: Herr Weisner, der 104. Deutsche Katholikentag ist beendet. Welches Fazit ziehen Sie?</strong> </p>
<p>Es  war ein Katholikentag der Begegnungen, bis auf die Regenschauer hat  alles sehr gut gepasst. Sehr gut, dass die großen Gottesdienste und auch  die vielfältige Kirchenmeile offen zugänglich waren. Das hat sicher  dazu beigetragen, dass dieser Katholikentag so gut besucht war. Wir  Reformkräfte haben sehr viel Zuspruch erfahren. Der Aufruf von 30  Organisationen hat deutlich gemacht, wie notwendig Reformen in allen  Bereichen sind, kirchlich wie gesellschaftlich. Mit der Menschenkette  für Frauengerechtigkeit zwischen Dom und Augustinerkirche haben wir auch  nach außen ein wichtiges Zeichen gesetzt.<br />         <br />         <strong>Frage  2: ZdK und DBK haben betont, dass der Katholikentag 2026 politische  Zeichen in Kirche und Gesellschaft gesetzt hat. Welche waren dies aus  Ihrer Sicht und gibt es aus Ihrer Sicht auch Themen, die in Würzburg zu  kurz gekommen sind?&nbsp;</strong><br /><br />        Ja,  Katholiken- wie Kirchentage sind wichtige Diskursräume nicht nur für  kirchliche, sondern für gesellschaftliche und selbstverständlich auch  politische Themen. Die haben wir derzeit wahrlich genug. Katholiken- wie  Kirchentage bieten Raum für solche Debatten einerseits auf der großen  Bühne mit Prominenten, aber auch in den vielen kleinen Gesprächsgruppen  und Begegnungen. Gesellschaft lebt vom Miteinander und vom Austausch.  Diese persönlichen Begegnungen sind tausendmal besser als die  sogenannten „sozialen Medien“, die in Wahrheit sehr unsozial sind. Ich  fand diesen Katholikentag im guten Sinne politisch wie z.B. die Predigt  des neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr.  Heiner Wilmer, im Schlussgottesdienst. Aber natürlich konnten nicht alle  Themen angesprochen werden. Die Problematik Israel-Palästina ist leider  ein so sensibles Thema für uns in Deutschland, das nur sehr schwer  anzugehen ist.<br />         <br />         <strong>Frage  3: Hat der Katholikentag aus Sicht von &quot;Wir sind Kirche&quot; eher  &quot;Rückenwind&quot; oder eher &quot;Gegenwind&quot; für den Reformprozess &quot;Synodaler Weg&quot;  oder die Debatte um das Frauendiakonat in Deutschland gegeben?&nbsp;</strong>        <strong></strong></p>
<p>Der  Synodale Weg ist aus Deutschland nicht mehr wegzudenken, er ist  notwendig wie das Amen in der Kirche. Anstoß war die 2018  veröffentlichte MHG-Studie, die Missbrauchsstudie im Auftrag der  Deutschen Bischofskonferenz. Das darf nie vergessen werden. Die von der  MHG-Studie erkannten systemischen Ursachen sexualisierter und auch  geistlicher Gewalt sind in den letzten sechs Jahren intensiv behandelt  worden. Da ist viel geleistet worden. Jetzt gilt es, diese Ergebnisse in  den weltweiten Synodalen Prozess einzubringen, den Papst Franziskus  2021 eröffnet hat. Die Veranstaltung mit Kardinal Mario Grech, dem  Generalsekretär der römischen Bischofssynode hat gezeigt, dass das  Verständnis von Synodalität in Rom und in Deutschland noch  unterschiedlich ist. Das erfordert weitere Kommunikation. Kurz nach dem  Katholikentag kam wieder ein Dokument des Vatikan, das die Kirchen  weltweit daran erinnert, konkrete Vorschläge für Reformen zu machen, die  dann 2028 in Rom zusammengetragen werden. Sehr bemerkenswert war, was Weihbischof Ludger Schepers aus Essen in  einer Veranstaltung zur Frauenweihe gesagt hat. Die „Frauenfrage“, die  ja eigentlich ein Männerproblem ist, entscheidet über die Zukunft  unserer Kirche.</p>
<p><strong>Zusatzfrage:  Beim Katholikentag in Würzburg wurde der Ruf nach einem Ökumenischen  Kirchentag wieder lauter. Wie stehen Sie dazu?&nbsp;</strong> </p>
<p>Es  scheint schwierig zu sein, die Jahresrhythmen beider Großereignisse  aufeinander abzustimmen. Mein Rat: Jeder Katholikentag und jeder  Evangelischer Kirchentag sollte wesentliche ökumenische Anteile  enthalten. Das ist Einheit in Vielfalt, das schärft einerseits die  Profile, macht aber auch deutlich, wie wichtig diese Treffen von  Christinnen und Christen für unsere Kirchen und auch für unser Land  sind. Unsere Demokratie braucht Katholiken- wie Kirchentage, denn ohne  Werte ist Demokratie nichts wert. </p>
<p><em>Das Interview mit Christian Weisner aus dem &quot;Wir sind Kirche&quot;-Bundesteam führte Christian Schnaubelt, Chefredakteur und Herausgeber von explizit.net.&nbsp;</em></p>]]></content:encoded>
						
							
								<category>Kirche</category>
							
						
						
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					</item>
				
					<item>
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						<pubDate>Mon, 25 May 2026 19:05:00 +0200</pubDate>
						<title>Papst-Enzyklika &quot;magnifica humanitas&quot;: Positive Reaktionen in Deutschland </title>
						<link>https://explizit.net/artikel/papst-enzyklika-magnifica-humanitas-positive-reaktionen-in-deutschland/</link>
						<description>Die Enzyklika &quot;Magnifica humanitas – über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz&quot; wurde von Papst Leo XIV. am 15. Mai unterzeichnet und am Pfingstmontag (25. Mai) im Vatikan - mit Ansprache des Heiligen Vaters - der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Portale explizit.net und kath.de fassen die Reaktionen aus Deutschland zusammen (der Beitrag wird regelmäßig aktualisiert). </description>
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						<content:encoded><![CDATA[<p><em>-ein Beitrag im Rahmen des Monatsthemas Digitalisierung und Künstliche Intelligenz der Portale explizit.net und kath.de-<br /><br /></em>Im Rahmen einer Pressekonferenz würdigte die Deutsche Bischofskonferenz am 25. Mai 2026 in Bonn das Erscheinen der Papst-Enzyklika &quot;Magnifica humanitas&quot;:<br /><br />„Papst Leo XIV. legt sein erstes eigenes Lehrschreiben vor, unterzeichnet am 135. Jahrestag der ersten Sozialenzyklika <em>Rerum novarum</em> seines Namensvorgängers, Papst Leo XIII. <em>Magnifica humanitas</em>  („Großartige Menschheit“ (1)) lautet der Name dieser neuen  Sozialenzyklika. (…) Ich bin dem Heiligen Vater sehr dankbar für dieses  wegweisende Dokument, das mit dem Maßstab der katholischen Soziallehre  pointiert die Gegenwart analysiert und Leitplanken für die Zukunft  bietet. Wenngleich eine umfassende und gründliche Lektüre dieses Textes  unbedingt erforderlich ist, möchte ich bereits am Tag seiner  Veröffentlichung einige erste Anmerkungen machen: <em>Magnifica humanitas</em> kommt zur rechten Zeit in eine Welt im tiefgreifenden Umbruch“ (…)<br /><br />sagte dabei <strong>DBK-Vorsitzender Dr. Heiner Wilmer</strong>.&nbsp;<br /><br />„Mit diesem Schreiben legt der Papst die erste umfassende Antwort der  katholischen Kirche auf die Herausforderungen Künstlicher Intelligenz  (KI) vor. Er tut dies in einer Sprache, die weit über kirchliche Kreise  hinaus verstanden werden will. Schon der Titel ist ein Statement. In  einer Zeit, in der im Zusammenhang mit KI oft vom Untergang der  Menschheit gesprochen wird, spricht der Papst von der großartigen  Menschheit“ (…)<br /><br />ergänzte bei der Pressekonferenz in Bonn&nbsp;<strong>Prof. Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer</strong>&nbsp;vom Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftslehre an der Albert-Ludwig-Universität in Freiburg.&nbsp;<br /><br />Als „starkes Zeichen für eine Kirche, die die Herausforderungen der  Gegenwart erkennt und sich konstruktiv einmischt“ würdigte die  Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), <strong>Dr. Irme  Stetter-Karp</strong>, die Enzyklika „Magnifica  Humanitas“ und führte weiter aus:&nbsp;<br /><br />&quot;Im Zeitalter der künstlichen Intelligenz geht es mehr denn  je um den Menschen. Das sagt Papst Leo XIV. mit jedem Satz. Der Mensch  muss Verantwortung für die Entwicklung, Nutzung und Zukunft der KI  übernehmen. Das technisch Mögliche einfach zu tun, es nicht zu bewerten,  betrachtet er als eine der größten Gefahren des 21. Jahrhunderts. Für  mich ist eine seiner stärksten Aussagen: ‚Wir können KI nicht als  moralisch neutral betrachten.‘“ (...)<br /><br />Die ZdK - Präsidentdin zeigt sich zugleich dankbar dafür, „dass der Papst mit  diesem Schreiben die katholische Soziallehre als zukunftsweisend  markiert. Wir als Vertretung der katholischen Zivilgesellschaft in  Deutschland fühlen uns von Leo XIV. damit gestützt. Und wir sehen uns  vor der Aufgabe, die Art des durch ihn nun weltweit angestoßenen  Diskurses über Künstliche Intelligenz mitzutragen und in seinem Sinne  voranzutreiben.“&nbsp;<br /><br />Nach Ansicht der Reformbewegung&nbsp;<strong><em>&quot;Wir sind Kirche&quot; </em></strong>bietet die Enzyklika &quot;Magnifica Humanitas&quot; angesichts  der aktuellen Herausforderungen von Globalisierung, Technisierung,  sozialer Ungerechtigkeit &nbsp;und „Künstlicher Intelligenz“ eine große  Chance zu einem ethischen Leitbild zu werden, das weltweit Beachtung  finden kann, wie dies die bisherigen Sozialenzykliken geworden sind, schrieb Pressesprecher <strong>Christian Weisner.&nbsp;<br /><br />Ergänzung 26. Mai 2026 (9 Uhr):<br /></strong><br />Die <strong>Gesellschaft Katholischer Publizistinnen und Publizisten Deutschlands (GKP) </strong>freut sich über den Stellenwert, den der Papst dem Journalismus in einer „Ökologie der Kommunikation” beimisst. „In einer Welt, in der falsche Informationen und Lügen als Waffe verwendet und Journalistinnen und Journalisten bedroht, gegängelt und getötet werden, steht der Papst ein für die Freiheit der Presse als wesentliche Bedingung für die Demokratie und eine offene Gesellschaft“, sagt der GKP-Vorsitzende <strong>Joachim Frank</strong>. „Konsequent nimmt die Enzyklika den Akzent auf, den der Papst in Ton und Inhalt bereits in einer seiner ersten Ansprachen nach seiner Wahl im Mai 2025 gesetzt hat. Er zeigt damit, wie wichtig ihm das Thema Pressefreiheit ist.“&nbsp;<br /><br /> Besonders würdigt die GKP auch die kritischen Töne des Papstes zu kirchlichen Versuchen der Kommunikationskontrolle. &quot;Leo XIV. betont hier, dass auch christliche Gemeinschaften 'an einer transparenten Kommunikation und ehrlichen Suche nach Fakten mitwirken' müssten und räumt ein, dass das nicht immer der Fall gewesen sei.&nbsp;(...) Diese selbstkritischen Aussagen über die Verantwortung der Kirche beschreiben zugleich eine eigene Verantwortung kirchlicher Medien und bestimmen ihren Auftrag.&quot;<br /><br />Hinweise:</p>
<p>Die Enzyklika &quot;Magnifica Humanitas&quot; ist auf der <a href="https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/encyclicals/documents/20260515-magnifica-humanitas.html" target="_blank">Vatikan-Website</a> verfügbar und kann auf der Website der Deutschen Bischofskonferenz als <a href="https://www.dbk-shop.de/de/publikationen/verlautbarungen-apostolischen-stuhls/enzyklika-magnifica-humanitas-papst-leo-xiv-schutz-menschen-zeitalter-kuenstlichen-intelligenz" target="_blank">Broschüre&nbsp;in deutscher Sprache</a>&nbsp;vorbestellt werden. Zudem hat die DBK eine <a href="https://www.dbk.de/vatikan/dokumente-der-paepste/enzyklika-magnifica-humanitas" target="_blank">Sonderseite</a> mit weiteren Informationen eingerichtet.&nbsp;<br /><br /><strong>Dieser Beitrag wird regelmäßig mit weiteren Reaktionen in Deutschland ergänzt werden</strong>.&nbsp;<br /><br /><em>Christian Schnaubelt<br />(Chefredakteur und Herausgeber der Portale explizit.net und kath.de)<br /><br /></em><strong>Hinweis: Die Portale explizit.net und kath.de werden in mehreren   Beiträgen über die Themen Digitalisierung und Künstliche Intellgenz im   Mai / Juni 2026 <a href="https://explizit.net/monatsthema/" target="_blank">hier</a> berichten.&nbsp;</strong></p>]]></content:encoded>
						
							
								<category>Monatsthema</category>
							
								<category>Medien</category>
							
						
						
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						<pubDate>Mon, 25 May 2026 15:00:00 +0200</pubDate>
						<title>&quot;Magnifica Humanitas&quot;: Papst Leo's Enzyklika zu Künstlicher Intelligenz</title>
						<link>https://explizit.net/artikel/magnifica-humanitas-papst-leos-enzyklika-zu-kuenstlicher-intelligenz/</link>
						<description>Die Enzyklika &quot;Magnifica humanitas – über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz&quot; wurde von Papst Leo XIV. am 15. Mai unterzeichnet und am Pfingstmontag (25. Mai) - mit Ansprache des Heiligen Vaters - der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Portale explizit.net und kath.de dokumentieren die Vorstellung des päpstlichen Lehrschreibens im Vatikan. </description>
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						<content:encoded><![CDATA[<p><em>-ein Beitrag im Rahmen des Monatsthemas Digitalisierung und Künstliche Intelligenz der Portale explizit.net und kath.de-<br /><br /></em>Die Präsentation der Enzyklika &quot;Magnifica Humanitas&quot; fand am Pfingstmontag, 25. Mai in der Aula des Vatikans statt. Erstmals nahm an der Vorstellung eines päpstlichen Lehrscheibens ein Pontifex persönlich teil und richtete auch die Worte an die Vertreter:innen aus Kurie, Diplomatie und Medien.&nbsp;<br /><br />Im Vorfeld der Ansprache von Papst Leo XIV. kündigte in der Synodenaula <strong>Christopher Olah</strong> (Mitbegründer KI-Unternehmens Anthropic aus den USA) &quot;eine Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen Entwicklern und moralischen Instanzen wie dem Vatikan an&quot;. Wie Vatican News berichtete hat Olah auch an der Erstellung der Enzyklika mitgewirkt (<a href="https://explizit.net/(https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2026-05/enzyklika-magnifica-humanitas-parolin-fernandez-czerny-rowlands.html).">https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2026-05/enzyklika-magnifica-humanitas-parolin-fernandez-czerny-rowlands.html</a>).<br /><br />Zudem gabe zwei Theologinnen Statements an:<strong>&nbsp;Anna  Rowlands </strong>aus Großbritannien &quot;ordnete die Enzyklika als eine neue Synthese der kirchlichen Soziallehre ein&quot; und <strong>Leocadie Lushombo</strong> aus dem Kongo formulierte &quot;eine deutliche Warnung vor den Schattenseiten der Technologie für den Globalen Süden.&quot;<br /><br />Aus der vatikanischen Kurie sprachen bei der Vorstellung der Enzyklika &quot;Magnifica Humanitas&quot; <strong>Kardinalstaatssekretär  Pietro Parolin</strong>. Dieser &quot;warnte vor den weitreichenden gesellschaftlichen Konsequenzen einer ungesteuerten technologischen Entwicklung&quot;. <strong>Glaubenspräfekt Kardinal Víctor Manuel Fernández</strong> &quot;hob den theologischen Kern des Sozialdokuments hervor&quot; und der <strong>Präfekt des Dikasteriums für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen Kardinal Michael Czerny</strong>, &quot;würdigte KI als ein bemerkenswertes Produkt der menschlichen  Erfindungskraft und als Ausdruck der Teilhabe an der göttlichen  Kreativität.&quot;<br /><em><br /></em><strong>Ansprache von Papst Leo XIV. am 25. Mai 2026 im Vatikan<br /></strong>(übersetzt aus dem Englischen und redaktionell zusammengefasst)&nbsp;<strong><br /></strong><br />Papst Leo XIV. dankte den Anwesenden und den Organisatoren der Vorstellung der Enzyklika <strong>„</strong>Magnifica Humanitas“. Der Heilige Vater beschrieb die künstliche Intelligenz als eine epochale Umwälzung, vergleichbar mit der industriellen Transformation, auf die Leo XIII. mit „Rerum Novarum“ reagierte. Die Kirche dürfe auch heute nicht abseitsstehen, weil KI Entscheidungen beeinflusse, menschliches Zusammenleben präge und sogar die Kriegsführung verändere.</p>
<p>Aus dem Zuhören auf Wissenschaftler, politische Verantwortliche, Eltern, Lehrkräfte und besonders auf Menschen ohne Stimme sei die Überzeugung gewachsen, dass künstliche Intelligenz „entwaffnet“ werden müsse: Sie solle von Logiken der Herrschaft, Ausgrenzung und des Todes befreit werden. Wie andere mächtige Technologien müsse sie dem Gemeinwohl dienen und unter Gewissen, Verantwortung und öffentlicher Kontrolle stehen.</p>
<p>Der Papst betonte, dass Entwaffnung allein nicht genügt. Es müsse auch gebaut werden: Vertrauen, Hoffnung, gerechte Strukturen und eine solidarische Zukunft. Er verweist auf seine Erfahrungen in Peru nach Überschwemmungen sowie auf den Propheten Nehemia als Bild dafür, dass Wiederaufbau gemeinschaftlich geschieht. KI könne nur dann dem Menschen dienen, wenn sie in eine umfassende Vision menschlicher Würde eingebettet werde.</p>
<p>Wahrer Fortschritt betreffe jeden Menschen und den ganzen Menschen. Niemand dürfe an den Rand der digitalen Transformation gedrängt oder auf Daten, Leistung oder Produktivität reduziert werden. Die Kirche wolle sich dem Gespräch über KI demütig und offen anschließen, nicht mit technischen Lösungen, sondern mit einer Weisheit über den Menschen: Jede Person sei einzigartig, frei, vernunftbegabt, gewissensfähig und zur Liebe berufen.</p>
<p>Am Ende rief Papst Leo XIV. dazu auf, wachsam zu bleiben, als „Handwerker der Hoffnung“ weiterzubauen und gemeinsam an einer menschlicheren und geschwisterlicheren Gesellschaft zu arbeiten. Er stellt dieses Anliegen unter den Schutz Mariens und erteilt seinen apostolischen Segen.<br /><br />Die Ansprache des Heiligen Vaters dokumentiert der Heilige Stuhl in englischer Sprache: <a href="https://www.vatican.va/content/leo-xiv/en/speeches/2026/may/documents/20260525-presentazione-enciclica.html" target="_blank">https://www.vatican.va/content/leo-xiv/en/speeches/2026/may/documents/20260525-presentazione-enciclica.html</a>.<br /><br />Die gesamte Präsentation der Enzyklika am 25. Mai im Vatikan kann bei  Vatican    News - mit deutschsprachigen Kommentar - angeschaut werden: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=s97Pc0FUPsg." target="_blank">https://www.youtube.com/watch?v=s97Pc0FUPsg.</a>&nbsp;<br /><br /><strong>Unterzeichnung bereits am 15. Mai 2026 im Vatikan:</strong><br /><br />Zur Unterzeichnung der Enzyklika am 15. Mai steht zudem ein Video bei Vatican News zur Verfügung: <a href="https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/events/event.dir.html/content/vaticanevents/de/2026/5/25/enciclica-magnifica-humanitas.html" target="_blank">https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/events/event.dir.html/content/vaticanevents/de/2026/5/25/enciclica-magnifica-humanitas.html</a>.&nbsp;&nbsp;<br /><br />Mit dem Datum der Unterzeichnung sowie der Enzyklika &quot;Magnifica Humanitas&quot; greift Papst Leo XIV. die Tradition seines Vorgängers Leo XIII. auf, der als &quot;Begründer der modernen katholischen Soziallehre&quot; (Vatican News) angesehen wird und die Sozialenzyklika „<a href="https://www.vatican.va/content/leo-xiii/en/encyclicals/documents/hf_l-xiii_enc_15051891_rerum-novarum.html" rel="external">Rerum novarum</a>&quot; (englische Fassung) verfasst hat.&nbsp;</p>
<p>Hinweise:</p>
<p>Die Enzyklika &quot;Magnifica Humanitas&quot; ist auf der <a href="https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/encyclicals/documents/20260515-magnifica-humanitas.html" target="_blank">Vatikan-Website</a> verfügbar und kann auf der Website der Deutschen Bischofskonferenz als <a href="https://www.dbk-shop.de/de/publikationen/verlautbarungen-apostolischen-stuhls/enzyklika-magnifica-humanitas-papst-leo-xiv-schutz-menschen-zeitalter-kuenstlichen-intelligenz" target="_blank">Broschüre&nbsp;in deutscher Sprache</a>&nbsp;vorbestellt werden. Zudem hat die DBK eine <a href="https://www.dbk.de/vatikan/dokumente-der-paepste/enzyklika-magnifica-humanitas" target="_blank">Sonderseite</a> mit weiteren Informationen eingerichtet.&nbsp;</p>
<p><em>Christian Schnaubelt<br />(Chefredakteur und Herausgeber der Portale explizit.net und kath.de)<br /><br /></em><strong>Hinweis: Die Portale explizit.net und kath.de  werden in mehreren   Beiträgen über die Themen Digitalisierung und  Künstliche Intellgenz im   Mai / Juni 2026 <a href="https://explizit.net/monatsthema/" target="_blank">hier</a> berichten.&nbsp;</strong></p>]]></content:encoded>
						
							
								<category>Monatsthema</category>
							
								<category>Medien</category>
							
						
						
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						<pubDate>Fri, 22 May 2026 19:00:00 +0200</pubDate>
						<title>Pfingsten: Gemeinschaft am Lagerfeuer</title>
						<link>https://explizit.net/artikel/pfingsten-gemeinschaft-am-lagerfeuer/</link>
						<description>„Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder&quot; (Apg 2,2–3). Feuer und Gemeinschaft. Kein Bild trifft das Pfingstfest so gut wie das Bild des Lagerfeuers. Pfingsten ist dabei nicht nur Erinnerung, sondern auch eine Einladung: Hütet das Feuer! Ein Kommentar von Christian Schnaubelt. </description>
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						<content:encoded><![CDATA[<p> <strong>Das Feuer, das anzieht<br /></strong>&nbsp;<br />Wer je an einem Lagerfeuer gesessen hat, kennt diese fast magnetische Kraft: Das Feuer zieht an. Menschen, die sich vielleicht kaum kennen, rücken zusammen, schauen in dieselbe Flamme, schweigen gemeinsam oder beginnen zu reden. Die <a href="https://www.dpsg.de/de" target="_blank">Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) </a>hat dieses Erlebnis&nbsp;theologisch in einem ihrer Kirchenbilder festgehalten: „Ein Feuer lockt Menschen an und lässt Gemeinschaft rund um das Feuer entstehen. Hier kommen wir ins Gespräch und in Beziehung, feiern und trauern gemeinsam, kommen ans Nachdenken und Fragen (...) So faszinierend wie ein Feuer, so faszinierend kann auch Gott sein.&quot;&nbsp;<br />&nbsp;<br /><strong>Feuer steckt an<br /><br /></strong> Das vielleicht kräftigste Element im Lagerfeuer-Kirchenbild der DPSG ist die Aussage: „Feuer steckt an.&quot; Wer am Feuer sitzt, trägt unweigerlich den Rauch, die Wärme, den Geruch des Feuers mit sich. So ist es auch mit dem Heiligen Geist: Die Jünger können an Pfingsten nicht schweigen. „Wenn der Heilige Geist auf euch herabkommt, werdet ihr mit seiner Kraft ausgerüstet werden&quot; (Apg 1,8), hatte Jesus versprochen. Und tatsächlich: Sie gehen hinaus, reden, verkünden – in fremden Sprachen, sodass Menschen aus aller Welt sie verstehen. <br /><strong><br />Feuer muss gehütet werden</strong>&nbsp;<br /><br />Im Kirchenbild der DPSG heißt es weiterhin: „Feuer muss gehütet und gepflegt werden.&quot; Wie war. Der Glaube ist kein Selbstläufer oder Automatismus.&nbsp;Weder in der frühen Kirche, noch heute. Daher ist die Gemeinschaft am Lagerfeuer wichtiger denn je. Aber es gelingt nur, wenn alle mitmachen. Und dies gelingt am besten in chrislicher Gemeinschaft. Denn auch dies zeichnet Pfadfinden aus: Die Gemeinschaft verbndet, egal ob gläubig oder nicht, evangelisch oder katholisch, jung oder alt, aus Westen, Norden, Süden oder Osten.&nbsp;<br /><strong><br />Pfingsten ist der Geburtstag der Kirche – und dieser Geburtstag beginnt am Feuer&nbsp; &nbsp;&nbsp;<br /></strong><br />„Feuer bringt zum Glühen, es setzt Energie frei. Jemand kann ‚Feuer und Flamme' für eine Sache sein, so wie die Apostel damals. Von ihrer Begeisterung haben sich auch andere anstecken lassen. Das war der Anfang – der ‚Geburtstag' – der Kirche&quot;, schrieb die <a href="https://www.dioezese-linz.at/pfingsten" target="_blank">Diözese Linz</a> zum Pfingstfest und formulierte die schöne Schlußfolgerung: &quot;Wer wirklich am Feuer sitzt, kann nicht kalt bleiben.&quot;&nbsp;<br /><br />An Pfingsten lohnt es sich, etwas tiefer auf dieses Lagerfeuer-Bild zu schauen. Kommt das Feuer bei uns noch zum Leuchten? Ziehen wir in unseren Gemeinden oder Verbänden Menschen an, oder schrecken wir sie ab? Hüten wir die Glut des Geistes, oder lassen wir ihn veräschern? Stecken wir andere an – oder sind wir längst erkaltet? Hüten wir die Aschee oder entzünden wir neue Feuer?&nbsp;</p>
<p><strong>&quot;Hütet das Feuer!&quot;&nbsp;</strong><br /><br />Am Lagerfeuer gilt:&nbsp;Wer kommt, ist willkommen. Es gibt keine reservierten Plätze und nie zu wenig Platz. Vielleicht ist dies eine der stärksten Aussage des Lagerfeuer-Bildes von Pfingsten.&nbsp;Denn die Jünger:innen in Jerusalem haben am Pfingstmorgen nicht eine Sitzung abgehalten. Sie haben Feuer gefangen.&nbsp;<br /><br />Das wünsche ich mir auch für unsere Kirche: Wir brauchen eine Kirche, die wärmt, leuchtet, anzieht und ansteckt. Und vor allen, die einädt:&nbsp;&quot;Setzt euch ans Feuer und hütet das Feuer!&quot;&nbsp;<br /><br /><strong>In diesem Sinne wünsche ich allen Leser:innen ein frohes und gesegnetes Pfingstfest 2026.&nbsp;</strong><br /><em><br />Ein Kommentar vorn Christian Schnaubelt (Chefredakteur und Herausgeber von explizit.net).<br /><br /></em>Hinweis: Im DPSG-Bundeszentrum Westernohe im Westerwald  (Rheinland-Pfalz) treffen sich an diesem Pfingstwochenende rund 4.000  Pfadfinder:innen aus ganz Deutschland. Weitere Informationen gibt es im Web auf: <a href="https://www.dpsg.de/de/pfingsten." target="_blank">https://www.dpsg.de/de/pfingsten.</a>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
						
							
								<category>Kirche</category>
							
						
						
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					</item>
				
					<item>
						<guid isPermaLink="false">news-2668</guid>
						<pubDate>Wed, 20 May 2026 17:00:00 +0200</pubDate>
						<title>Andres: &quot;Gemeinsam um gute Wege für die Gegenwart und Zukunft ringen&quot;</title>
						<link>https://explizit.net/artikel/andres-gemeinsam-um-gute-wege-fuer-die-gegenwart-und-zukunft-ringen/</link>
						<description>Vom 13.-17. Mai fand der 104. Deutsche Katholikentag statt. Unter dem Motto &quot;Hab Mut, steh auf!&quot; kamen dabei rund 74.000 Teilnehmer:innen und Besucher:innen in Würzburg zusammen. Darunter waren auch viele junge Menschen und Helfer:innen. explizit.net und kath.de befragten BDKJ-Bundesvorsitzenden Volker Andres nach seinem Fazit. </description>
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						<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage 1: Herr Andres, der 104. Deutsche Katholikentag ist beendet. Welches Fazit zieht der BDKJ-Bundesverband?&nbsp;</strong>&nbsp;</p>
<p>Andres: Als BDKJ ziehen wir ein positives Fazit. Wir  haben&nbsp;den Katholik*innentag&nbsp;als einen Ort erlebt, bei dem&nbsp;wir&nbsp;und die  Jugendverbände gut über&nbsp;die eigene Arbeit informieren&nbsp;konnten und die  Anliegen und Sichtweisen junger Menschen gut in Gesprächen an  Entscheidungsträger*innen aus Politik und Kirche transportieren  konnten.&nbsp;Ebenso&nbsp;haben wir es geschafft mit unseren eigenen  Veranstaltungen Themen zu setzen, die für junge Menschen&nbsp;wichtig sind.  Hierdurch können wir einen Beitrag für gesellschaftliche Debatten  leisten.&nbsp;&nbsp;      <br /> &nbsp;      <br />       <strong>Frage 2: Die Veranstalter haben betont, dass der Katholikentag  2026 politische Zeichen in Kirche und Gesellschaft gesetzt hat. Welche  waren dies aus Ihrer Sicht und gibt es aus Ihrer Sicht auch Themen, die  in Würzburg zu kurz gekommen sind?&nbsp;</strong>&nbsp;</p>
<p>Andres: Der Katholik*innentag&nbsp;hat für uns vor allem  gezeigt, dass auch in Zeiten, in der im politischen Diskurs der&nbsp;Ton  zunehmend rauer wird und oft Diskussionen kaum mehr möglich sind, eben  doch Menschen mit unterschiedlichen Positionen&nbsp;zusammenkommen&nbsp;und  gemeinsam um gute Wege&nbsp;für die Gegenwart und&nbsp;Zukunft ringen können.&nbsp;Aus  unserer Sicht&nbsp;ist der Katholik*innentag&nbsp;ein wichtiger Ort, aus den  Impulse in aktuelle Debatten in Politik, Gesellschaft und  Kirche&nbsp;strahlen können. Wir würden uns allerdings wünschen, hier noch  aktueller zu werden und auch mehr Diskurse aus der Popkultur und dem  digitalen Raum aufzugreifen.&nbsp;      <br /> &nbsp;      <br />       <strong>Frage 3: Der BDKJ hat im Rahmen des Katholikentages den  Countdown zur &quot;72-Stunden-Aktion 2027&quot; gestartet. Welche (kirchen-)  politischen Zeichen möchten der BDKJ und seine Jugendverbände damit  setzen?&nbsp;</strong>&nbsp;</p>
<p>Andres: Die <a href="https://72stunden.de/" target="_blank">72-Stunden-Aktion</a> zeigt&nbsp;eindrücklich,  dass&nbsp;junge Menschen bereit sind, sich für andere zu engagieren&nbsp;und&nbsp;so  die Welt ein Stück besser zu machen. Die Engagierten in den  Jugendverbänden tun dies nicht nur im Rahmen der 72-Stunden-Aktion,  sondern&nbsp;alltäglich&nbsp;in ihrem verbandlichen Alltag: in Ferienfreizeiten,  in Zeltlagern, in Gruppenstunden, in Versammlungen und in allem, was  noch dazu gehört.&nbsp;Sie setzen sich&nbsp;immer wieder&nbsp;für Belange junger  Menschen in&nbsp;Kirche, Politik und Gesellschaft ein.&nbsp;<br /><br />Für uns gehört  dieses&nbsp;(kirchen-) politische Engagement&nbsp;zum Kern&nbsp;des  Christ*in sein  dazu.&nbsp;Als Christ*in müssen wir uns gerade für die  schwächeren in unserer  Gesellschaft&nbsp;und eine Lebenswerte Zukunft&nbsp;stark machen, auch wenn wir  dadurch in den Augen&nbsp;von politischen und&nbsp;kirchlichen&nbsp;Entscheidungsträger*innen&nbsp;unbequem&nbsp;wirken.&nbsp;<br /><br />Und mit  dieser Einschätzung sind wir nicht allein. Dies wurde auch an vielen  anderen Stellen&nbsp;des Katholik*innentags&nbsp;bei Veranstaltungen und  Gesprächen deutlich.&nbsp;Die 72-Stunden-Aktion richtet sich dabei nicht  nur&nbsp;an&nbsp;Jugendverbandler*innen, sondern auch Messdiener*innen,  Schulklassen,&nbsp;Sportvereine&nbsp;und alle anderen  Formen&nbsp;der&nbsp;Zusammenschlüssen&nbsp;von jungen Menschen sind herzlich  willkommen.&nbsp;      <br /> &nbsp;      <br />       <strong>Zusatzfrage: Beim Katholikentag in Würzburg wurde der Ruf nach  einem Ökumenischen Kirchentag wieder lauter. Wie stehen Sie dazu?&nbsp;</strong>&nbsp;</p>
<p>Andres: Wir würden es begrüßen, wenn auch wieder mit der  Planung eines&nbsp;Ökumenischen&nbsp;Kirchentages gestartet werden wird. Wenn wir  als Christ*innen uns in die&nbsp;Gesellschaft&nbsp;und Politik einbringen wollen,  können wir das wirksamer gemeinsam tun. Bei vielen Themen&nbsp;sind auch  unsere Positionen ähnlich und bei den anderen lohnt es sich, miteinander  im&nbsp;Gespäch&nbsp;zu sein. Und auch für Impulse in die Kirche können wir  voneinander lernen.&nbsp;Daher glauben wir, dass es sich lohnt, zukünftig  regelmäßig ökumenische Kirchentage zu&nbsp;veranstalten.&nbsp;<br /><br /><strong>Volker Andres ist Bundesvorsitzender des <a href="https://www.bdkj.de/" target="_blank">Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ)</a>.&nbsp;</strong></p>
<p><em>Das Interview führte Christian Schnaubelt (Chefredakteur und Herausgeber der Portale explizit.net und kath.de, die vom 11.-17. Mai vom Katholikentag in Würzburg berichtet haben).&nbsp;</em></p>]]></content:encoded>
						
							
								<category>Kirche</category>
							
						
						
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					</item>
				
					<item>
						<guid isPermaLink="false">news-2664</guid>
						<pubDate>Tue, 19 May 2026 12:00:00 +0200</pubDate>
						<title>Söding: &quot;Der Katholikentag war ein Fest des Glaubens. Und deshalb politisch.&quot;</title>
						<link>https://explizit.net/artikel/soeding-der-katholikentag-war-ein-fest-des-glaubens-und-deshalb-politisch/</link>
						<description>Vom 13.-17. Mai fand der 104. Deutsche Katholikentag statt. Unter dem Motto &quot;Hab Mut, steh auf!&quot; kamen dabei rund 74.000 Teilnehmer:innen und Besucher:innen in Würzburg zusammen. Zudem wurden die Gottesdienste live im Fernsehen übertragen. explizit.net und kath.de befragten ZdK-Vizepräsident Prof. Thomas Söding nach seinem Fazit.  </description>
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						<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage 1: Herr Prof. Söding, der 104. Deutsche Katholikentag ist beendet. Welches Fazit ziehen Sie?</strong>&nbsp;</p>
<p>Söding: Es  war ein starker Katholikentag. Er kam zur richtigen Zeit, er war am  richtigen Ort. Nicht nur die Stimmung war gut, auch der Spirit. Die  katholische Kirche kann Feste feiern. Der Katholikentag war ein Fest des  Glaubens. Und deshalb politisch. Volle Kirchen, volle Hallen, ein  überbuchtes Zentrum für Bibel und Spiritualität, stille Momente der  Andacht und starke Positionen christlicher Hoffnung, bis in den  Schlussgottesdienst hinein, die Kirchenmeile als Corso der katholischen  Kirche mit vielen Verbündeten und abends die ganze Innenstadt als  Lichtermeer des Segens: Es hat sehr vieles gepasst. Einziges Manko: dass  viele Kirchen und Hallen wegen Überfüllung für diejenigen gesperrt  werden mussten, die zu spät gekommen waren. Aber das zeigt im  Umkehrschluss, wie wichtig dieser Katholikentag den mehr als 70.000  Menschen war, die ihn besucht und genossen haben.<br />        <br /><strong>Frage 2:  ZdK und DBK haben betont, dass der Katholikentag 2026 politische  Zeichen in Kirche und Gesellschaft gesetzt hat. Welche waren dies aus  Ihrer Sicht und gibt es aus Ihrer Sicht auch Themen, die in Würzburg zu  kurz gekommen sind?&nbsp;</strong>&nbsp;</p>
<p>Söding: Der  Katholikentag war immer politisch und wird es immer bleiben – so wie er  immer geistlich war und immer geistlich bleiben wird. Allerdings immer  so, wie es der Zeit gemäß ist. </p>
<p>Was diesmal auffiel: Wie intensiv die  Beteiligung war, quantitativ und qualitativ. Relevante Themen mit  Respekt besprechen, Argumente wägen, Hinhören und Mitreden, erst  Nachdenken, dann Sprechen – ja, es gab Ausnahmen, aber in der Regel hat  diese Kultur die diskursiven Veranstaltungen geprägt. Ich habe gedacht:  Das ist das Gegenprogramm zu der Kommunikation in Schnipseln und Blasen,  von der die digitale Welt verseucht ist. Das ist die Alternative zu den  Eskalationsspiralen, die nur auf Klickzahlen zielen, nicht auf echten  Austausch. Früher gingen viele auf Katholikentage, um die Revolution  auszurufen. Heute findet man dort Glaube und Vernunft. Das ist der  Treiber für Reformen, in Kirche und Gesellschaft. </p>
<p>Die  politischen Themen waren antizyklisch gesetzt: Die Klimakrise  verschärft sich, die soziale Frage auch. Der Populismus scheint obenauf  zu sein, auch wenn er alles runterzieht. Was künftig noch mehr gebraucht  wird: wirtschaftlicher Sachverstand, reflektierte Verwaltungspraxis –  die Expertise für jenen Realismus, der die Umsetzung verantworten muss.  Und: Der Katholikentag hat die politische Mitte bestärkt. Sie hat die  strukturelle Mehrheit – aber die ist nicht selbstverständlich, sondern  muss erarbeitet werden. Das hat der Katholikentag getan. Die  AfD-Funktionäre bekommen keine Bühne. Alle, die zu der Partei neigen,  sind – wenn sie Augen und Ohren nicht komplett verschlossen haben –  unsicherer geworden, egal, ob sie in Würzburg vor Ort waren oder aus den  Medien vom Katholikentag erfahren haben.<br /><br />        <strong>Frage 3:  Beim Katholikentag fand ein Treffen sowie eine Podiumsdiskussion mit  Mario Kardinal Grech aus dem Vatikan statt. Hat es dadurch &quot;Rückenwind&quot;  oder &quot;Gegenwind&quot; für den &quot;Gemeinsamen Rat&quot; in Deutschland gegeben?</strong>&nbsp;</p>
<p>Dass  Kardinal Grech, der Chef des vatikanischen Synodensekretariates, nach  Würzburg gekommen ist, war ein wichtiges Signal. Die Sprachlosigkeit ist  vorbei. Grüße vom Papst hat er ausgerichtet. Ihm ist deutlich geworden,  wie lebendig, wie erwartungsstark, wie sprachkräftig die katholische  Kirche in Deutschland ist, nicht zuletzt bei jungen Leuten. Wer genau  hingehört hat, was der Kardinal gesagt hat, konnte verstehen: Für  Synodalität braucht es einen langen Artem. Verbotsschilder werden nicht  aufgestellt. Der Synodale Weg in Deutschland geht weiter. Er ist Teil  eines weltweiten Aufbruchs. Unterschiedliche Länder und Kulturen  brauchen unterschiedliche Formen. Gemeinsam ist: mehr Teilhabe, mehr  Rechenschaft, mehr Geist, mehr Glaube, mehr Liebe, mehr Hoffnung.<br /><br />        <strong>Zusatzfrage:  Beim Katholikentag in Würzburg wurde der Ruf nach einem Ökumenischen  Kirchentag wieder lauter. Wie stehen Sie dazu?&nbsp;</strong>         <br /><br />Zu  einem Ökumenischen Kirchentag braucht es immer mindestens zwei Partner.  Der Katholikentag selbst ist ökumenisch wie nie: durch die enge  Freundschaft mit dem Evangelischen Kirchentag, durch eine Fülle von  ökumenischen Begegnungen, Themen, Gottesdiensten, nicht zuletzt durch  die Art, katholisch sein. Das ist entscheidend: nicht gegen andere zu  glauben, sondern mit ihnen, kein Profil auf Kosten anderer zu suchen,  sondern Bündnisse zu schmieden und gemeinsam in einer aufgewühlten Welt Hoffnung auf Gott zu machen, der den Menschen nahe ist, auch wenn sie  ihn nicht erkennen.<br /><br /><strong>Prof. Dr. Thomas Söding ist Vizepräsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) und </strong><strong>war von 2008-2026 </strong><strong>Inhaber des Lehrstuhls für Neues Testament an der Ruhr Universität Bochum (RUB).</strong><br /><br /><em>Das Interview führte Christian Schnaubelt, Chefredakteur und Herausgeber der Portale explizit.net und kath.de, die den Katholikentag 2026 in Würzburg vom 11.-17. Mai vor Ort begleitet haben.&nbsp;</em></p>]]></content:encoded>
						
							
								<category>Kirche</category>
							
						
						
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					</item>
				
					<item>
						<guid isPermaLink="false">news-2665</guid>
						<pubDate>Mon, 18 May 2026 12:00:00 +0200</pubDate>
						<title>Papst Leo setzt Künstliche Intelligenz auf die Agenda</title>
						<link>https://explizit.net/artikel/papst-leo-setzt-kuenstliche-intelligenz-auf-die-agenda/</link>
						<description>Papst Leo XIV. hat in der letzten Woche das Thema Künstliche Intelligenz (KI) auf die Agenda gesetzt: Einerseits unterzeichnete der Pontifex am 15. Mai die Enzyklika mit dem Titel &quot;Magnifica Humanitas – Über den Schutz des Menschen im Zeitalter der künstlichen Intelligenz&quot;. Und andererseits wurde am 16. Mai die Gründung einer KI-Kommission im Vatikan mitgeteilt.  </description>
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						<content:encoded><![CDATA[<p><em>-ein Beitrag im Rahmen des Monatsthemas Digitalisierung und Künstliche Intelligenz der Portale explizit.net und kath.de-</em><br /><br />(Vatikan, 18. Mai 2026) Wie der Vatikan heute mitgeteilt hat, wird die Enzyklika „Magnifica humanitas - Über den Schutz des Menschen im Zeitalter der künstlichen Intelligenz&quot; von Papst Leo XIV. am Pfingstmontag, 25. Mai vor Pressevertretern im Vatikan vorgestellt werden. Erstmals wird der Pontifex an der Präsentation teilnehmen und zu den Pressevertreter:innen sprechen (<a href="https://explizit.net/(https://press.vatican.va/content/salastampa/it/comunicazioni/2026/05/18/presentazione-della-lettera-enciclica--magnifica-humanitas--di-p.html).">https://press.vatican.va/content/salastampa/it/comunicazioni/2026/05/18/presentazione-della-lettera-enciclica--magnifica-humanitas--di-p.html</a>).<br /><br />&quot;Das Lehrschreiben trägt das Datum 15. Mai 2026 - an diesem Tag jährte  sich zum 135. Mal die Veröffentlichung der wegweisenden Sozialenzyklika  „Rerum novarum“ von Leo XIII. aus dem Jahr 1891&quot;, wie Vatican News mitteilte (<a href="https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2026-05/enzyklika-papst-leo-xiv-magnifica-humanitas-soziallehre-kirche.html" target="_blank">https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2026-05/enzyklika-papst-leo-xiv-magnifica-humanitas-soziallehre-kirche.html</a>). Weitere Einzelheiten zur Enzyklika sind noch nicht bekannt.&nbsp;<br /><br /><strong>Der Vatikan richtet eine Kommission zum Thema Künstliche Intelligenz ein</strong></p>
<p>Wie Kurienkardinal Michael Czerny, Präfekt des Dikasteriums für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen, am 16. Mai im Vatikan mitteilte wird eine Kommission zum Thema Künstliche Intelligenz eingerichtet. Papst Leo XIV. habe dem Resprikt zur Einrichtung der Kommission am 3. Mai zugestimmt. </p>
<p>Wie Vatican News berichtete (<a href="https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2026-05/vatikan-kommission-ki-kuenstliche-intelligenz-papst-leo-czerny.html" target="_blank">https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2026-05/vatikan-kommission-ki-kuenstliche-intelligenz-papst-leo-czerny.html</a>) &quot;soll die Kommission mit Vertretern mehrerer vatikanischer Behörden und  Akademien bestückt sein und, unter anderem, über die Folgen von KI „für  Menschen und für die Menschheit im Ganzen“ nachdenken. Auch die „Sorge  der Kirche um die Würde eines jeden Menschen“ sowie der vatikaninterne  Umgang mit KI sollen ein Thema sein.&quot;&nbsp;<br /><br /><strong>Hinweis: Die Portale explizit.net und kath.de werden in mehreren  Beiträgen über die Themen Digitalisierung und Künstliche Intellgenz im  Mai / Juni 2026 <a href="https://explizit.net/monatsthema/" target="_blank">hier</a> berichten.&nbsp;<br /></strong><br /><em>Christian Schnaubelt<br />(Chefredakteur und Herausgeber von explizit.net und kath.de)</em></p>]]></content:encoded>
						
							
								<category>Monatsthema</category>
							
								<category>Medien</category>
							
						
						
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					</item>
				
					<item>
						<guid isPermaLink="false">news-2667</guid>
						<pubDate>Sun, 17 May 2026 18:00:00 +0200</pubDate>
						<title>Kommentar: &quot;Hab Mut, steh auf!&quot;</title>
						<link>https://explizit.net/artikel/kommentar-hab-mut-steh-auf/</link>
						<description>Unter diesem Motto stand der 104. Deutsche Katholikentag in dieser Woche in Würzburg. Das mit rund 74.000 Teilnehmer:innen und Besucher:innen wieder deutlich größere Katholik:innen-Treffen hat den positiven Trend vom Katholikentag in Erfurt fortgesetzt und war durch eine deutlich positivere und hoffnungsvollere Stimmung geprägt. Ein Kommentar von Chefredakteur und Herausgeber Christian Schnaubelt. </description>
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						<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ausgangslage vor dem Katholikentag 2026 war „angespannt“. Bei der ZdK-Vollversammlung, die am 12./13. Mai aus Anlass des Katholikentages zuvor in Würzburg tagte, war die Ungeduld, mit der Lai:innen und Verbände auf Reformen in der katholischen Kirche setzen, deutlich spürbar. Aber anders als zuvor war auch eine Hoffnung spürbar, dass unter Papst Leo XIV. die unter seinem Vorgänger Papst Franziskus benannte Ablehnung des „Synodalen Weges“ in Deutschland durch Dialog mit dem Vatikan abgewandelt werden kann. Das Katholikentagsmotto <strong>„Hab Mut, steh auf!“ </strong>wirkte als Antrieb.<br /> <br /> Und noch eins war in Würzburg spürbar: Während bei den Katholikentagen in Stuttgart und in Erfurt die Blicke vor allem „nach innen“ auf die Reformen in der katholischen Kirche gerichtet waren, war beim Katholikentag 2026 der Blick wieder mehr „nach außen“ in die Gesellschaft gerichtet. Trotzdem wurden in Würzburg die großen innerkirchlichen Themen (Missbrauch, Synodaler Weg, Frauendiakonat) nicht ausgeklammert, aber sie standen nicht mehr so stark im Fokus bzw. ließen genügend Raum für weitere Themen.&nbsp;&nbsp;</p>
<p><strong>Trend: Der Katholikentag wird politischer, spiritueller und ökumenischer<br /> <br /> </strong>Nachdem der „Tanker“-Katholikentag in Stuttgart – inhaltlich, strukturell und stimmungstechnisch&nbsp;– auf Grund gelaufen war, gab es beim Katholikentag in Erfurt einen „Neustart“. Mit einem kleineren und flexibleren Boot (nur 500 Veranstaltungen und kurzen Wegen). Der Versuch war erfolgreich (Lesetipp: <a href="https://www.kath.de/kommentar/2024-06-22-der-ruf-nach-oekumene-wird-lauter" target="_blank">https://www.kath.de/kommentar/2024-06-22-der-ruf-nach-oekumene-wird-lauter),</a> und auch wenn das Boot jetzt beim Katholikentag in Würzburg wieder größer war (900 Veranstaltungen), ist das Konzept des Katholik:innen-Treffens aufgegangen: politischer, spiritueller und ökumenischer. <br /> <br /> Und vielleicht noch wichtiger als die politischen Signale in Richtung Kirche und Gesellschaft, die beim Katholikentag 2026 gesetzt wurden, war der Stimmungswechsel. Egal, wen man in Würzburg sprach, überall wurde die entspannte und hoffnungsvolle Stimmung betont. Das lag nicht daran, dass im Programm des Katholikentages die strittigen Themen oder die streitbaren Diskutant:innen fehlten (im Gegenteil!), sondern an einem Mentalitätswandel, den das Katholikentagsmotto <strong>„Hab Mut, steh auf!“</strong> perfekt ausdrückte. Auch wenn die Herausforderungen weiter groß sind, so war in Würzburg dennoch der Wunsch, dass man diese gemeinsam angehen kann: sowohl bei den Bischöfen (DBK), den Lai:innen und den Verbänden (ZdK) als auch bei den Besucher:innen. Und auch auf der Kirchenmeile, die erstmals 300 Stände umfasste, standen „Reformer:innen“ und „Bewahrer:innen“ friedlich nebeneinander. Auch dies ist ein Fortschritt. <br /> <br /> Wenn sich dieser Wunsch in Realität manifestieren sollte, wäre dies ein großer Fortschritt für die katholische Kirche in Deutschland, die den vorherigen „Gegenwind“ aus dem Vatikan in einen „Rückenwind“ drehen will. Die Teilnahme und die Worte von Mario Kardinal Grech in Würzburg zeigten, dass der Vatikan das Bemühen von DBK und ZdK nach einem „einvernehmlichen Weg mit Rom“ honoriert. Aber zugleich wurde in den letzten Tagen auch deutlich: Es wird noch viel Geduld nötig sein, vor allem in Deutschland. Aber wenn der intensive Dialog mit dem Vatikan anhält, kann es mit dem „Gemeinsamen Rat“ funktionieren. Wenn auch nicht im November 2026, dann im April 2027. <br /> <br /> <strong>Fazit: Der Katholikentag ist wieder auf Kurs</strong><br /> <br /> Der nächste Katholikentag wird 2028 in Paderborn stattfinden und hat durch die Entwicklungen bei den Katholikentagen in Erfurt und Würzburg deutlich „Rückenwind“ bekommen. Und der Stellenwert des bisher alle zwei Jahre stattfindenden Events ist – sowohl kirchenintern als auch in der Politik und in den Medien – gestiegen. Es ist wieder von Interesse, wenn sich Katholik:innen (die sich in den letzten Jahren mehr mit Kirchenthemen als mit gesellschaftlichen Themen beschäftigt haben) zu Wort melden. So wie beim Abschlussgottesdienst, bei dem ein starkes politisches Zeichen gegen Antisemitismus in Deutschland gesetzt wurde (gemeinsam mit dem Zentralrat der Juden). <br /> <br /> Dies ist vielleicht ein weiteres Zeichen für die Zukunft: die stärkere Zusammenarbeit der Kirchen. Vielleicht wird im Jahr 2030 die Zeit für den nächsten ökumenischen Kirchentag reif sein. In den Tagen in Würzburg war der Ruf danach wieder deutlich lauter geworden. Es mangelt nicht am Willen, aber an Ideen, den „gordischen Knoten“ zu zerschlagen. Aber vielleicht werden im nächsten Jahr beim Evangelischen Kirchentag 2027 in Düsseldorf und dann 2028 beim Katholikentag in Paderborn weitere Schritte zur Ökumene folgen. Die Zeit für ein nächstes ökumenisches Kirchentreffen ist auf jeden Fall „reif“. Und auch hier passt das Motto des Katholikentages 2026 wieder: <strong>„Hab Mut, steh auf!“</strong> <em><br /> <br /> Christian Schnaubelt<br /> (Chefredakteur und Herausgeber von explizit.net und kath.de)<br /><br /></em><strong>Hinweis: Dieser Kommentar erscheint gemeinsam mit unserem Partnerportal <a href="https://www.kath.de/kommentar/2026-05-20-hab-mut-steh-auf" target="_blank">kath.de</a>.&nbsp;</strong></p>]]></content:encoded>
						
							
								<category>Kirche</category>
							
						
						
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					</item>
				
					<item>
						<guid isPermaLink="false">news-2661</guid>
						<pubDate>Mon, 11 May 2026 17:00:00 +0200</pubDate>
						<title>DiRK - Studie 2026 zur Digitalisierung im Raum der Kirchen</title>
						<link>https://explizit.net/artikel/dirk-studie-2026-zur-digitalisierung-im-raum-der-kirchen/</link>
						<description>Heute wurde die Neuauflage der Studie „Digitalisierung im Raum der Kirchen“ (DiRK 2026), die der Versicherer im Raum der Kirchen (VRK) in Kooperation mit der Macromedia University zu Beginn dieses Jahres durchgeführt hat, im Vorfeld des Katholikentag 2026 veröffentlicht. Dabei lag - gegenüber der letzten Studie 2023 - ein besonderer Fokus auf den Bereichen Künstliche Intelligenz und Social Media (Sucht).  </description>
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						<content:encoded><![CDATA[<p><em>-ein Beitrag im Rahmen des Monatsthemas Digitalisierung und Künstliche Intelligenz der Portale explizit.net und kath.de-<br /></em><br />&quot;Künstliche Intelligenz (KI) wird im kirchlichen Kontext de facto immer stärker genutzt. Dabei werden hohe ethische Ansprüche formuliert,&nbsp; die in der täglichen Praxis aber nicht immer Berücksichtigung finden. Insgesamt fehlt für kirchliche Digitalisierungsthemen zudem oft eine wirkliche Gesamtstrategie.&quot; Das sind einige Ergebnisse der Neuauflage der <a href="https://www.vrk.de/vrk/kirche-caritas-diakonie/sponsorings/digitalisierung-im-raum-der-kirchen/studie-dirk-2026.html" target="_blank">Studie „Digitalisierung im Raum der Kirchen“ (DiRK 2026)</a>, die der Versicherer im Raum der Kirchen (VRK) in Kooperation mit der Macromedia University zu Beginn dieses Jahres durchgeführt hat. Über 7.000 Befragte aller Konfessionen haben teilgenommen. Ihre Ergebnisse wurden jetzt im Vorfeld des Katholikentages in Würzburg vorgestellt.<br /><br /><strong>Mehr als die Hälfte nutzt Künstliche Intelligenz</strong><br /><br />Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Kirchenmitglieder wie -mitarbeitenden nutzen generative KI-Anwendung wie etwa ChatGPT. Die Nutzung erfolgt dabei zumeist für Recherchen und Texterstellung (60 bzw. 52 Prozent), aber auch „um Rat fragen“ hat bei jeder dritten Person (29 Prozent) eine Bedeutung. Insgesamt wird die führende Bedeutung digitaler Kommunikationstools unterstrichen: Im Internet ist die Mehrheit (53 Prozent) zumindest 1-3 Stunden täglich über Smartphone und Tablet unterwegs; etwa ein Fünftel (20 Prozent) sogar noch häufiger. Hinzu kommt der Online-Zugang via PC und Notebook (39 bzw. 28 Prozent für die vorherigen Zeitangaben). Wichtigster Social Media-Kanal bleibt Instagram (gewichtet 50 Prozent). Konkret abgefragte einzelne Anzeichen von Social Media-Sucht sehen nur wenige Befragte bei sich selbst (Durchschnittswerte von 1,3 bis 2,5 Punkten auf einer Fünferskala von Ablehnung zu Zustimmung).<br /><br />Bei den Kirchenmitarbeitenden berichtet etwas mehr als die Hälfte (58 Prozent) von KI-Einsatz oder entsprechenden Planungen in der eigenen Organisation. Allerdings nutzt nur eine kleine Minderheit (6 Prozent) bereits eine größere Bandbreite an KI-Technologien. Als zentrales Hindernis gilt fehlendes technisches Know-how (Durchschnitt 6,8 Punkte auf einer Zehnerskala); fast vier von fünf Befragten haben keine KI Weiterbildung absolviert oder wissen nichts davon (78 Prozent). Eine relative Mehrheit (38 Prozent) verwendet frei verfügbare KI-Tools ohne erkennbare verbindliche Richtlinien. Bemerkenswert ist, dass fast jede fünfte Person (18 Prozent) angibt, diese Tools auch bei einem Verbot weiter nutzen zu wollen („Schatten KI“). Digitale Innovation in Kirche wird weniger theologisch begründet, sondern hängt eher von Ressourcen oder lokalem Bedarf ab (2,6 bzw. 3,5 Punkte). Externe Social Media haben nur für 31 Prozent große oder sehr große Bedeutung.<br /><br /><strong>ethische Leitlinien für den Einsatz von KI in kirchlichen Einrichtungen</strong><br /><br />Demgegenüber fordern die befragten Kirchenmitglieder sehr deutlich verbindliche ethische Leitlinien für den Einsatz von KI in kirchlichen Einrichtungen (4,6 Punkte auf einer Fünferskala). Ebenso sprechen sie sich klar dafür aus, dass die Letztverantwortung bei sensiblen Entscheidungen beim Menschen bleiben soll, nicht bei KI-Systemen („Human in the Loop“; 4,8 Punkte). Wichtigstes digitales Angebot bleibt die Website der eigenen Gemeinde (56 Prozent), auch wenn Social Media-Plattformen im Vergleich zur vorherigen Befragung aufgeholt haben (z. B. 26 bzw. gewichtet 29 Prozent). Rund ein Viertel (gewichtet 25 Prozent) folgt christlichen Influencer:innen. Besonders erfolgreich sind Akteur:innen im Umfeld von Landeskirchen oder Bistümern (20 Prozent), während US-amerikanische Creator:innen in Deutschland deutlich weniger relevant sind (5 Prozent). Eine klare Mehrheit (62 Prozent) wünscht sich Online-Gottesdienste weiterhin oder erneut.<br /><br /><strong>&quot;Dazu beigetragen, Lücke ein wenig mehr zu füllen“</strong><br /><br />„Auf unsere erste DiRK-Studie 2023 hatten wir eine sehr positive und umfangreiche Resonanz“, so VRK-Vorstand Jürgen Stobbe. „Knapp drei Jahre später wollten wir deshalb wissen, was sich seitdem konkret wie verändert hat. Auch möchten wir diesmal Themen wie KI oder Social Media-Sucht, die seitdem an Bedeutung gewonnen haben, verstärkt gerecht zu werden“. Studienleiter Prof. Dr. Holger Sievert von der Macromedia University stellt fest: „Unsere Befunde zeigen eine weitere Digitalisierung in den deutschen Kirchen, aber auch nach wie vor eine recht große Strategielosigkeit. Zudem liegen ethischer Anspruch und gelebte Realität bei Themen wie KI manchmal auseinander. Mit der neuen Studie haben wir durch aktuelle Daten beizutragen, diese Lücken künftig ein wenig mehr zu füllen.“<br /><strong><br />Weitere Information zur DiRK - Studie 2026 gibt es auf der <a href="https://www.vrk.de/vrk/kirche-caritas-diakonie/sponsorings/digitalisierung-im-raum-der-kirchen/studie-dirk-2026.html" target="_blank">vrk-Website</a>.&nbsp;</strong><br /><br />Quellen: Versicherer im Raum der Kirchen, Kassel und Macromedia University of Applied Sciences, Köln<br /><br /><strong>Hinweis: Die Portale explizit.net und kath.de werden in mehreren Beiträgen über die Themen Digitalisierung und Künstliche Intellgenz im Mai / Juni 2026 <a href="https://explizit.net/monatsthema/" target="_blank">hier</a> berichten.&nbsp;</strong></p>
<p><em>Christian Schnaubelt<br />(Chefredakteur und Herausgeber der Portale explizit.net und kath.de)</em></p>]]></content:encoded>
						
							
								<category>Monatsthema</category>
							
								<category>Medien</category>
							
						
						
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					</item>
				
					<item>
						<guid isPermaLink="false">news-2660</guid>
						<pubDate>Sat, 09 May 2026 10:35:00 +0200</pubDate>
						<title>&quot;Hab Mut, steh auf!&quot;: Countdown zum Katholikentag in Würzburg</title>
						<link>https://explizit.net/artikel/hab-mut-steh-auf-countdown-zum-katholikentag-in-wuerzburg/</link>
						<description>In der nächsten Woche (13.-17. Mai) wird der 104. Deutsche Katholikentag stattfinden. Die Portale explizit.net und kath.de werden live aus Würzburg berichten. Das dortige Katholik:innen-Treffen wird unter dem Motto &quot;Hab Mut, steh auf!&quot; stehen.</description>
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						<content:encoded><![CDATA[<p>In der nächste Woche - genau vom 13. bis 17. Mai - wird in Würzburg der 104. Deutsche Katholikentag stattfinden. Erwartet werden nach Veranstalterangaben &quot;erneut zehntausende Besucherinnen und Besucher aus ganz Deutschland und darüber hinaus&quot;. Die Katholikentage gehören zu den größten regelmäßig stattfindenden Ereignissen des kirchlichen Lebens in Deutschland. &quot;Sie finden in der Regel alle zwei Jahre in wechselnden Städten statt und bieten Raum für Austausch, Begegnung, Gebet und gesellschaftspolitische Diskussion – offen für Menschen aller Konfessionen und Weltanschauungen&quot;, so der Katholikentag.&nbsp;</p>
<p>Veranstaltet wird der Katholikentag vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) in Zusammenarbeit mit dem gastgebenden Bistum Würzburg. Unter dem Leitwort „Hab Mut, steh auf!“, einem Zitat aus dem Markusevangelium (Mk 10,49), will der Katholikentag Raum geben, &quot;sich mit aktuellen gesellschaftlichen und kirchlichen Fragen auseinanderzusetzen. Themen wie Frieden und Gerechtigkeit, Klimaschutz, soziale Verantwortung, Zusammenhalt in einer vielfältigen Gesellschaft und der Wandel der Kirche stehen im Mittelpunkt des Programms&quot;.&nbsp;</p>
<p>An den fünf Veranstaltungstagen sind rund 900 Veranstaltungen und zwei zentrale Gottesdienste geplant. Zu den prominenten Gästen werden in Würzburg Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Friedrich Merz gehören. Der Veranstalter betont: &quot;Die Veranstaltungen basieren auf der christlichen Hoffnung und dem Prinzip der unveräußerlichen Würde jedes Menschen. Gerade angesichts globaler Krisen, gesellschaftlicher Spannungen und innerkirchlicher Herausforderungen versteht sich der Katholikentag als Forum, um gemeinsam nach tragfähigen Antworten und solidarischen Lösungen zu suchen.&quot;<br /><br />Neben Diskussionen, Werkstätten und Gottesdiensten will der Katholikentag 2026 - wie seine Vorgänger - auch ein Ort der Begegnung sein. Dies geschieht auf der sogenanntebn &quot;Kirchenmeile&quot; - am Mainufer und in der Würzburger Innenstadt.&nbsp;<br /><br /><em>Quellen: <a href="http://www.katholikentag.de" target="_blank">www.katholikentag.de</a>&nbsp;und <a href="http://www.kath.de" target="_blank">www.kath.de</a>&nbsp;</em></p>
<p><strong>Hinweis: Die Portale explizit.net und kath.de werden live vom Katholikentag in Würzburg (13.-17. Mai) berichten.&nbsp;</strong></p>]]></content:encoded>
						
							
								<category>Kirche</category>
							
						
						
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					</item>
				
					<item>
						<guid isPermaLink="false">news-2658</guid>
						<pubDate>Sun, 03 May 2026 17:04:07 +0200</pubDate>
						<title>03. Mai: Tag der Pressefreiheit</title>
						<link>https://explizit.net/artikel/03-mai-tag-der-pressefreiheit/</link>
						<description>Jedes Jahr erstellt „Reporter ohne Grenzen“ eine „Rangliste der Pressefreiheit“. Und in der Ausgabe 2026 ist die Bilanz ernüchternd. „Zum ersten Mal in der 25-jährigen Geschichte der Rangliste der Pressefreiheit fallen mehr als die Hälfte aller Länder und Territorien der Welt in die Kategorien ‚schwierig‘ oder ‚sehr ernst‘ (…) und nur ein Prozent der Bevölkerung lebt in Ländern mit ‚guter‘ Pressefreiheit“, so der ROG-Report.</description>
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						<content:encoded><![CDATA[<p>Dabei macht die globale Negativentwicklung der Pressefreiheit auch vor Deutschland nicht halt: „Deutschland belegt auf der Rangliste der Pressefreiheit 2026 Platz 14, ein Rückgang um drei Plätze. Grund dafür ist vor allem, dass Journalist*innen auf der Straße und im Netz wachsenden Bedrohungslagen ausgesetzt sind.“ „Nur noch einer von 100 Menschen weltweit kann sich durch eine vielfältige, gesunde Medienlandschaft informieren. Auch wenn wir den Niedergang der Pressefreiheit seit einem Vierteljahrhundert dokumentieren, bleibt dieser Befund dramatisch“, sagt Christian Mihr, Geschäftsführer für Politik und Strategie bei <strong><a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/artikel/pressemitteilungen/4237/nur-noch-ein-prozent-der-weltbevolkerung-lebt-in-landern-mit-guter-pressefreiheit" target="_blank">Reporter ohne Grenzen</a>.</strong></p>
<p>Am Welttag der Pressefreiheit erinnerte die&nbsp;<strong>Deutsche Bischofskonferenz&nbsp;</strong>(DBK) daran, &quot;wie unverzichtbar freie und unabhängige Medien für unsere Demokratie sind.&quot; Die DBK &quot;ermutige alle, sich für die Pressefreiheit einzusetzen und unsere Gesellschaft aktiv mitzugestalten.&quot;&nbsp;<span dir="auto">Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, erklärte dazu in einer <a href="https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/vielfaeltige-und-freie-presselandschaft-unerlaesslich" target="_blank">Stellungnahme</a>&nbsp;zum&nbsp;</span>Welttag der Pressefreiheit 2026:&nbsp;</p>
<p>„Eine freie und unabhängige Presse dient dem Weltgemeinwohl und wurzelt im christlichen Menschenbild, also in der Würde des Menschen, dem gegenseitigen Respekt und der Freiheit aller Menschen. Deshalb ist auch der Einsatz der katholischen Kirche für die Pressefreiheit nicht nur geboten, sondern geradezu unerlässlich“.</p>
<p>Die <strong>Gesellschaft der Katholischen Publizistinnen und Publizisten Deutschland e.V. </strong>(GKP) mahnte in einer <a href="https://www.gkp.de/tag-der-pressefreiheit-kein-grund-zum-feiern/" target="_blank">Pressemitteilung</a>: „Der Internationale Tag der Pressefreiheit ist in diesem Jahr kein Grund zum Feiern. Wer Journalistinnen und Journalisten angreift, egal ob körperlich oder durch Hetzkampagnen, greift unsere gesamte demokratische Gesellschaft an“, betont der Vorsitzende der GKP, Joachim Frank.&nbsp;<br /><br />Der Verband, dem auch der Autor angehört, warnte zudem vor Einschränkungen von Informationsfreiheitsgesetzen: „Den freiheitlichen Staat kann man nicht schützen, indem man Freiheiten immer weiter einschränkt“, so Frank. Stattdessen gelte es „Transparenz, Vielfalt und journalistische Integrität zu stärken sowie die Medienkompetenz zu fördern, damit mündige Bürgerinnen und Bürger in einer fragmentierten und rasant wachsenden Informationswelt souveräne und differenzierte Entscheidungen treffen können“.&nbsp;<br /><br /><strong>&quot;Prinzipien sind auch für kirchliche Medien zentral&quot;&nbsp;</strong><br /><br />Die oben genannten Prinzipien sind aus Sicht der GKP „auch für kirchliche Medien zentral“. „Die Vielfalt ihrer Presselandschaft ist ein Schatz der Kirche in Deutschland“, erläutert GKP-Vorsitzender Joachim Frank.&nbsp;„Sie ermöglicht Diskussionen und eine kritische Öffentlichkeit innerhalb einer hierarchisch verfassten Kirche und kann ihr helfen, verlorene Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.“&nbsp;<br /><strong><br />Aus diesem Grund unterstützt die GKP – ebenso wie die Portale&nbsp;<a href="http://www.explizit.net" target="_blank">www.explizit.net</a>&nbsp;und <a href="http://www.kath.de" target="_blank">www.kath.de</a>&nbsp;(die beide vom Verein publicatio aus Bochum herausgegeben werden) - den &quot;Leipziger Appell zur Freiheit und Unabhängigkeit der Medien“.</strong></p>
<p>Mit der Initiative betonen die Unterzeichnenden die zentrale Bedeutung freier und unabhängiger Medien für eine freie demokratische Gesellschaft. Der Appell fordert dazu auf, Medien- und Informationsfreiheit angesichts aktueller Herausforderungen entschlossen zu schützen sowie Angriffe klar zu benennen und zurückzuweisen. &quot;Wer Medien und Informationsfreiheit angreift, greift das demokratische Gemeinwesen an&quot; heißt es im <a href="https://www.mdr.de/unternehmen/informationen/gemeinwohl/leipziger-appell-freiheit-unabhaengigkeit-medien-demokratie-100.html" target="_blank">Appell</a>.&nbsp;&nbsp;<br /><br />Lesetipp:&nbsp;<br /><a href="https://www.kath.de/kommentar/2026-05-03-tag-der-pressefreiheit-wirklich-ein-grund-zum-feiern" target="_blank">Kommentar zum Tag der Pressefreiheit 2026 in unserem Partnerportal kath.de</a></p>
<p><em>Christian Schnaubelt<br />(Chefredakteur und Herausgeber von explizt.net und kath.de)</em></p>]]></content:encoded>
						
							
								<category>Medien</category>
							
						
						
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					</item>
				
					<item>
						<guid isPermaLink="false">news-2654</guid>
						<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 10:00:00 +0200</pubDate>
						<title>Kommentar zum Jahresgedächtnis des Todes von Papst Franziskus</title>
						<link>https://explizit.net/artikel/kommentar-zum-jahresgedaechtnis-des-todes-von-papst-franziskus/</link>
						<description>Heute vor einem Jahr - am 21. April 2025 - verstarb Papst Franziskus. Papst Leo XIV. würdigte das Wirken seines Vorgängers im Rahmen der Osterfeierlichkeiten in Rom. Was wirkt vom Pontifikat von Papst Franziskus bis heute nach? Ein Kommentar von Christian Schnaubelt, Chefredakteur und Herausgeber unseres Partnerportals kath.de. </description>
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						<content:encoded><![CDATA[<p>Papst Leo hat bereits am Ostermontag 2026 an seinen Vorgänger Papst Franziskus  erinnert, der vergangenes Jahr am Ostermontag (21. April 2025) verstarb. Beim „Angelus“  am 6. April 2026 auf dem Petersplatz lobte der Pontifex das „große Zeugnis  des Glaubens und der Liebe“ von Franziskus: „Im Licht des Auferstandenen  denken wir heute mit besonderer Zuneigung an Papst Franziskus, der am  Ostermontag des vergangenen Jahres sein Leben in Gottes Hand  zurückgegeben hat.“ Schon zuvor hatte Papst Leo im Rahmen der  Osterfeierlichkeiten auf dem Petersplatz Papst Franziskus gewürdigt, wo  Franziskus am 20. April 2025 letztmals öffentlich in Erscheinung getreten war, als er  den päpstlichen Segen „urbi et orbi“ spendete.</p>
<p><strong>Der &quot;unvollendete Reformer&quot;</strong></p>
<p>Ein Jahr nach seinem Tod zeigt sich: Papst Franziskus hat die  katholische Kirche nicht revolutioniert, aber sie in eine andere  Richtung ausgerichtet: stärker synodal, sozial und weltkirchlich.</p>
<p>Er bleibt ein „unvollendeter Reformer“ <a href="https://www.kath.de/kommentar/2025-04-21-der-unvollendete-reformer" target="_blank">https://www.kath.de/kommentar/2025-04-21-der-unvollendete-reformer</a>,  dessen Einsatz für die Umwelt (Enzykliken „Laudato si“ und „Laudate Deum“), sein  Aufruf, „an die Ränder der Gesellschaft“ zu gehen (Enzyklika „Fratelli tutti“),  und sein Appell zu Ehe- und Familienleben (Enzyklika „Amoris laetitia“) nachhaltig  Wirkung erzeugt haben.</p>
<p>Dazu werden – mit etwas Abstand – sicherlich auch die Weltsynoden  2023 und 2024 gehören, die ein neues Miteinander von Laien und Klerus  sowohl im Vatikan als auch in „synodalen Gremien“ in den Bistümern  initiiert haben.  Die von Franziskus initiierte Weltsynode, deren  Schlusstext im Herbst 2024 veröffentlicht und von Papst Franziskus unverändert ratifiziert wurde, werten  Vatikanbeobachter als erste grundlegende Kirchenreform seit dem Zweiten  Vatikanum. Zwar noch ohne Gesetzesänderungen, aber durch die Schaffung  eines „synodalen Stils“ der katholischen Kirche, die seine Nachfolger  schwerlich zurückdrehen können.</p>
<p><strong>Große Themen und große Probleme</strong></p>
<p>Neben den großen Themen Umwelt, Soziales, und Synodalität, für die  Papst Franziskus nicht nur politisch, sondern auch als Mensch einstand,  hatte der Pontifex in seiner Amtszeit auch mit großen Problemen zu  kämpfen. Sei es innerkirchlich mit der Reform der römischen Kurie und  seines oft kritisierten Finanzsystems. Und zudem weltkirchlich und  kirchenrechtlich mit der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in der  katholischen Kirche. Hier erließ Papst Franziskus schärfere Normen,  Meldepflichten und verhängte Sanktionen, etwa im Fall des Ex-Kardinals  Theodore McCarrick. Dennoch kritisieren Betroffenenbeiräte und  Reformgruppen sein Handeln als nicht ausreichend. Ein schwarzer  Schatten, der sein Pontifikat begleitete und noch weiter aufgearbeitet  werden sollte.  Papst Leo folgte Franziskus’ Fußstapfen, setzte aber eigene Akzente</p>
<p>Zudem hat Franziskus zahlreiche Kardinäle (so viele wie keine seiner  Vorgänger) ernannt und das Kardinalskollegium „weltkirchlicher“ gemacht,  welches Papst Leo XIV. zu seinem Nachfolger wählte. Papst Leo hat  bereits früh klargemacht: Franziskus’ Kurs zu einer synodaleren Kirche  wird er fortsetzen, allerdings will er auch eigene Wege gehen und  Akzente setzen. Dazu gehört auch ein kollegialerer Umgang mit der Kurie  und den Kardinälen, denen er Anfang des Jahres 2026 mehr  Mitentscheidungsmöglichkeiten schaffte.</p>
<p>Kommentator:innen bewerteten das Wirken von Papst Franziskus zudem  als einen Beitrag zu einer „jesuanischeren“ Kirche und Franziskus als  einen Pontifex, der das Amt „entmythologisiert“ und „menschlicher“  gemacht habe.</p>
<p><strong>Franziskus’ Pontifikat weder verklären noch kleinreden</strong></p>
<p>Das Pontifikat hat die innerkirchlichen Konfliktlinien schärfer  sichtbar gemacht: zwischen den „Reformer:innen“, denen Franziskus zu  zögerlich blieb, und den „Traditionalist:innen“, die ihm Traditionsbruch  vorwarfen. Besonders in Europa (allen voran im deutschsprachigen Raum)  wurden die Reformen als „zu zaghaft“ bewertet, die grundlegende Probleme  (Macht des Klerus und die Verhinderung des Missbrauchs) nicht gelöst haben.</p>
<p>Dennoch hat Papst Franziskus mehr Türen aufgestoßen, als er  verschlossen hat. Dazu gehörten auch manche Türen, die zuvor sehr lange  verschlossen gewesen waren oder die von Teilen des Klerus zuvor als  „endgültig geschlossen“ (z.&nbsp;B. die Frage des Frauendiakonats) angesehen  worden waren. Durchgegangen ist Papst Franziskus durch die Türen nicht,  allerdings hat er seinen Nachfolgern neue Möglichkeiten für die Zukunft  eröffnet.</p>
<p><strong>Fazit: Gerade mit Blick auf die Weltkirche wird aus Sicht des Autors  deutlich: Franziskus’ Pontifikat bleibt ein unvollendeter Reformer,  sollte aber weder verklärt noch kleingeredet werden. Die Geschichte wird  zeigen, wie dessen Pontifikat bewertet werden wird …</strong></p>
<p><em>Christian Schnaubelt&nbsp;<br />(Chefredakteur und Herausgeber von kath.de)</em></p>
<p>P.S.: Dieser Kommentar erschien erstmals am 12. April 2026 in unserem Partnerportal kath.de:<br /><a href="https://www.kath.de/kommentar/2026-04-12-jahresgedaechtnis-des-todes-von-papst-franziskus-was-wirkt-von-seinem-pontifikat-nach" target="_blank">https://www.kath.de/kommentar/2026-04-12-jahresgedaechtnis-des-todes-von-papst-franziskus-was-wirkt-von-seinem-pontifikat-nach</a>&nbsp;<br /><br />P.P.S.: Der Autor ist 2024 Papst Franziskus bei einer Audienz der GKP im  Vatikan persönlich begegnet und hat 2025 am päpstlichen „Jubiläum der  Medien“ teilgenommen, dem Papst Franziskus vorstand.&nbsp;</p>]]></content:encoded>
						
							
								<category>Kirche</category>
							
						
						
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					</item>
				
					<item>
						<guid isPermaLink="false">news-2651</guid>
						<pubDate>Sat, 11 Apr 2026 10:00:00 +0200</pubDate>
						<title>Erzbischof Dr. Hubertus van Megen wird neuer Nuntius in Deutschland</title>
						<link>https://explizit.net/artikel/erzbischof-dr-hubertus-van-megen-wird-neuer-nuntius-in-deutschland/</link>
						<description>Wie die Deutsche Bischofskonferenz mitteilte, hat Papst Leo XIV. den Rücktrittsgesuch des Apostolischen Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, angenommen. Gleichzeitig ernannte er Erzbischof Dr. Hubertus Matheus Maria van Megen zum neuen Nuntius. Der Niederländer war zuvor Nuntius in Kenia und im Südsudan sowie Vertreter des Vatikans beim UNO-Umweltprogramm (UNEP).</description>
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						<content:encoded><![CDATA[<p>Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Heiner  Wilmer, dankte in einem Statement am 09. April 2026 Nuntius Eterović für &quot;seinen engagierten Dienst&quot; und führte wörtlich aus:<br /><br />„Sie haben in Ihrer Amtszeit in Deutschland zwei Bundespräsidenten, drei  Bundeskanzler, fünf Katholikentage, einen ökumenischen Kirchentag und  vier Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz erlebt. Außerdem sind  allein in Ihrer Wirkungszeit 18 Diözesanbischöfe in Deutschland ernannt  worden. Viele bilaterale Verträge einzelner Bundesländer mit dem  Heiligen Stuhl konnten Sie in der Entstehung begleiten und  mitunterzeichnen.“ Bischof Wilmer würdigte die &quot;verlässliche Zusammenarbeit und vatikanische Diplomatie&quot;, an der Erzbischof Dr. Nikola Eterović in seiner mehr als zwölfjähriger Tätigkeit als Nuntius mitgewirkt hat.&nbsp;</p>
<p>In einem Brief begrüßte Bischof Wilmer den künftigen Nuntius in  Deutschland, Erzbischof van Megen: „Wir heißen Sie von ganzem Herzen  willkommen und freuen uns auf die gemeinsame Arbeit im Weinberg des  Herrn. Gerne werden wir Sie in dieser Arbeit unterstützen, um die  Brücken und das gegenseitige Vertrauen zwischen Rom und unserer  Ortskirche fortzusetzen“, so Bischof Wilmer wörtlich.<br /><br />Folgende biographische Angaben wurden zum Nuntius durch die Deutsche Bischofskonferenz veröffentlicht:&nbsp;<br /><br />Erzbischof van Megen wurde 1961 in den Niederlanden geboren. 1987  erfolgte die Priesterweihe, 1994 trat er in den diplomatischen Dienst  des Heiligen Stuhls. 2014 wurde er zum Erzbischof geweiht und war  seitdem als Nuntius im Sudan und Eritrea tätig. 2019 ernannte ihn Papst  Franziskus zum Nuntius in Kenia und im Südsudan sowie zum Ständigen  Beobachter des Heiligen Stuhls bei den UN-Organisationen für das  Umweltprogramm (UNEP) und für menschliche Siedlungen (UN-Habitat).<br /><br />Die Deutsche Bischofskonferenz gab zudem bekannt, dass die Verabschiedung von Nuntius Erzbischof Dr. Nikola Eterović am 22. April um 18.00 Uhr  mit einem Gottesdienst in der Sankt Hedwigs-Kathedrale in Berlin stattfinden wird. Dem Gottesdienst wird der Apostolische Nuntius vorstehen. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr.  Heiner Wilmer, wird die Predigt halten und Konzelebrant wird der Erzbischof von Berlin, Dr. Heiner  Koch, sein.&nbsp;<br /><br />Quelle:&nbsp;<br /><a href="https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/nuntius-van-megen-folgt-auf-nuntius-eterovic" target="_blank">https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/nuntius-van-megen-folgt-auf-nuntius-eterovic</a>&nbsp;<br /><br />Christian Schnaubelt<br />(Chefredakteur und Herausgeber von explizit.net und kath.de)</p>]]></content:encoded>
						
							
								<category>Kirche</category>
							
						
						
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						<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 11:03:31 +0200</pubDate>
						<title>Ostern: Kein normales Fest in Betlehem</title>
						<link>https://explizit.net/artikel/ostern-kein-normales-fest-in-betlehem/</link>
						<description>Aufgrund des Krieges im Nahen Osten können die Osterfeierlichkeiten in Betlehem in diesem Jahr nur eingeschränkt stattfinden. Gestern kam allerdings die gute Nachricht, dass das Caritas Baby Hospital geöffnet bleibt. Ein Hoffnungsschimmer für die Menschen in Betlehem, die wieder einmal ein kirchliches Hochfest ohne Pilger erleben.  </description>
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						<content:encoded><![CDATA[<p>&quot;Auch in diesem Jahr wird das Osterfest in Jerusalem und im Heiligen Land  nur gedämpft begangen. Die anhaltend angespannte Sicherheitslage  schränkt religiöse Feiern aller Konfessionen ein und überschattet die  hohen Feiertage, die eigentlich Hoffnung und Zuversicht vermitteln  sollen&quot;, schreibt das Caritas Baby Hospital in einer Meldung vom 02. April 2026 auf seiner Webseite.&nbsp;<br /><br />Die gute Nachricht: &quot;Das Caritas Baby Hospital in Bethlehem bleibt auch über Ostern rund um  die Uhr in Betrieb. Dies ist nicht selbstverständlich, da die Versorgung  zunehmend brüchig wird&quot;, heißt es dort weiter.&nbsp;<br /><br /><strong>Kein normales Osterfest - kaum Pilger und Touristen</strong><br /><br />Für die Menschen in Betlehem, von denen ein Großteil von den Einnahmen von Pilgern und Touristen angewiesen ist, gibt es dieses Jahr kein normales Osterfest. Denn da Menschenansammlungen wegen des Krieges im Nahen Osten aktuell verboten sind, können die christlichen Feierlichkeiten zu Ostern nur sehr eingeschränkt stattfinden. Zuvor hatten diese Einschränkungen auch bereits den Ramadan betroffen.&nbsp;<br /><br />Wenn die Pilgerstätten geöffnet sind, kommen kaum Pilger und Touristen, da viele Reisen aus Sicherheitsgründen gecancellt wurden. Damit erfüllt sich eine Hoffnung vieler Menschen aus Betlehem nicht. Diese hatten nach dem letzten Weihnachtsfest 2025, an dem erstmal wieder viele Veranstaltungen mit Pilgern und Touristen stattgefunden haben, auf einer Wiederholung an Ostern 2026 gehofft. Denn sowohl die Stadt Betlehem als auch deren Einwohnenden brauchen dringend die Einnahmen der Pilger und der Touristen.&nbsp;&nbsp;<br /><br /><strong>Kirchenoberhäupter und Papst Leo XIV. drängen auf Frieden<br /><br /></strong>In dieser angespannten Situation appellieren die Kirchenoberhäupter  Jerusalems eindringlich an die internationale Gemeinschaft, sich für ein  Ende der Gewalt einzusetzen. Auch Papst Leo XIV. wiederholte am 03. April in einem Telefonat mit dem Israelischen Staatspräsidenten Herzog sein Angebot, &quot;Kanäle für den diplomatischen Dialog zu öffnen&quot;. Das Ziel des Vatikans sei ein „gerechter und dauerhafter Frieden im gesamten Nahen Osten&quot;, heißt es dazu in einer Meldung von Vatican News.&nbsp;<br /><br />Quellen:<br /><a href="https://www.kinderhilfe-bethlehem.de/news/Neuigkeiten/ostern-2026-caritas-baby-hospital-bleibt-trotz-krise-geoeffnet" target="_blank">https://www.kinderhilfe-bethlehem.de/news/Neuigkeiten/ostern-2026-caritas-baby-hospital-bleibt-trotz-krise-geoeffnet</a>&nbsp;<br /><a href="https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2026-04/papst-leo-xiv-telefonat-israel-praesident-herzog-voelkerrecht.html" target="_blank">https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2026-04/papst-leo-xiv-telefonat-israel-praesident-herzog-voelkerrecht.html</a>&nbsp;<br /><br /><em>Christian Schnaubelt<br />(Chefredakteur und Herausgeber von explizit.net und kath.de)<br /><br />P.S.: Der Autor hat mehrmals das Caritas Baby Hospital in Betlehem besucht und sich vor Ort ein Bild von der Arbeit gemacht, die für Betlehem und für die gesamte West Bank eine wichtige medizinische Funktion hat.</em></p>]]></content:encoded>
						
							
								<category>Religion</category>
							
						
						
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						<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 15:24:14 +0200</pubDate>
						<title>Wilmer: „Die Recognitio ist erbeten“</title>
						<link>https://explizit.net/artikel/wilmer-die-recognitio-ist-erbeten/</link>
						<description>Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ , hat am 31. März die Satzung für eine künftige Synodalkonferenz der katholischen Kirche in Deutschland zur Recognitio (Anerkennung) im Vatikan vorgelegt. Auch die ZdK - Vorsitzende Irme Stetter-Karp begrüßte die Vorlage der Synodal-Satzung und hofft auf eine &quot;zeitnahe&quot; Anerkennung sowie eine konstituierende Sitzung &quot;noch in diesem Jahr&quot;. </description>
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						<content:encoded><![CDATA[<p>Wie die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) mitteilte wurde Bischof Wilmer bei der Übergabe der Satzung von der  Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz, Dr. Beate Gilles, und  dem Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Dr. Matthias Kopp,  begleitet.<br /><br />Zudem veröffentlichte die DBK dieses Zitat des Vorsitzenden Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ:<br /><br />„Ich habe im Gespräch mit Erzbischof Filippo Iannone O.Carm., Präfekt  des Dikasteriums für die Bischöfe, die Satzung erläutert und zwar in  Kontinuität zu meinem Vorgänger, Bischof Dr. Georg Bätzing, sowie zu den  zahlreichen Vorgesprächen, die Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck geführt  hat. Die Recognitio ist erbeten, damit wir die Satzung anwenden und  eine Synodalkonferenz für die Kirche in Deutschland umsetzen können. Ich  bin froh und dankbar, dass wir heute so einen weiteren Schritt auf der  langen Etappe des Synodalen Weges fortgesetzt haben. Ebenso bin ich  dankbar, wie intensiv dieser Prozess in Deutschland in den vergangenen  Monaten mit dem weltweiten synodalen Geschehen zusammengeführt wurde.“<br /><br /><strong>ZdK-Präsidentin begrüßt Vorlage der Synodal-Satzung in Rom<br /><br /></strong>Die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, gab zudem heute diese Stelliungnahme gegenüber den Medien ab:<br /><br />„Es ist gut, dass Bischof Wilmer als neuer Vorsitzender der Deutschen  Bischofskonferenz heute seinen Besuch in Rom damit verbunden hat, die  Satzung der künftigen Synodalkonferenz vorzulegen. Die katholische  Kirche in Deutschland hat auf ihrem Synodalen Weg mit großem Engagement  auf diese Synodalkonferenz hingearbeitet, in der künftig Bischöfe und  Laien dauerhaft gemeinsam beraten und Beschlüsse fassen möchten. Ich  hoffe sehr, dass die nun erbetene Recognitio, also die Anerkennung  dieser Satzung, zeitnah kommt. Die mehrfachen Vorgespräche zum Text der  Satzung werden dem Prozess sicher dienlich sein. Es wäre wunderbar, wenn  wir noch in diesem Jahr zur konstituierenden Sitzung der  Synodalkonferenz zusammenkommen könnten.“<br /><br />Quelle:<br /><a href="https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/satzung-fuer-kuenftige-synodalkonferenz-in-rom-vorgelegt" target="_blank">https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/satzung-fuer-kuenftige-synodalkonferenz-in-rom-vorgelegt</a>&nbsp;<br /><br /><em>Christian Schnaubelt<br />(Chefredakteur und Herausgeber von explizit.net und kath.de)</em></p>]]></content:encoded>
						
							
								<category>Kirche</category>
							
						
						
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						<pubDate>Sat, 28 Mar 2026 17:42:30 +0100</pubDate>
						<title>Bistum Münster bekommt am 21. Juni neuen Bischof: Dr. Heiner Wilmer SCJ </title>
						<link>https://explizit.net/artikel/bistum-muenster-bekommt-am-21-juni-neuen-bischof-dr-heiner-wilmer-scj/</link>
						<description>Das mitgliederstärkste Bistum in Deutschland bekommt am 21. Juni einen neuen Bischof. Wie das Bistum Münster am 28. März mitteilte, wird die Amtseinführung von Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ als 77. Bischof von Münster am Sonntag, 21. Juni im St.-Paulus-Dom in Münster, um 14:00 Uhr stattfinden. Der Nachfolger des emeritierten Bischof Felix Genn war am 26. März in Rom und Münster bekanntgegeben worden. </description>
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						<content:encoded><![CDATA[<p>Der bisherige Bischof von Hildesheim, Dr. Heiner Wilmer SCJ, wurde von Papst Leo am 26. März zum neuen Bischof des mitgliederstärksten Bistums (Münster) ernannt. Der erst vor kurzem zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) gewählte Mitglied der&nbsp;&quot;Congregatio Sacerdotum a Sacro Corde Jesu&quot; wird am 21. Juni 2026 in sein neues Amt als 77. Bischof von Münster eingeführt werden.<br /><br />Ursprünglich war der 28. Juni 2028 als Termin für die Amtseinführung angekündigt gewesen. &quot;Sie (die Amtseinführung - Anm. der Redaktion) wird aus terminlichen Gründen um eine Woche vorgezogen&quot;, teilte das Bistum Münster heute (28. März) mit.<br /><br />Weitere Informationen zur Bekanntgabe des neuen Bischofs von Münster am 26. März:&nbsp;<br /><a href="https://www.bistum-muenster.de/bischof_wilmer" target="_blank">https://www.bistum-muenster.de/bischof_wilmer</a>&nbsp;<br /><br />Das Bistum Münster dokuemntiert auch die Einführungsrede von Bischof Wilmer, dier er am 26. März im St. Paulus-Dom gehalten hat:<br /><a href="https://www.bistum-muenster.de/bischof_wilmer/einfuehrungsrede" target="_blank">https://www.bistum-muenster.de/bischof_wilmer/einfuehrungsrede</a>&nbsp;<br /><br /><em>Christian Schnaubelt<br />(Chefredakteur und Herausgeber von explizit.net und kath.de)</em></p>]]></content:encoded>
						
							
								<category>Kirche</category>
							
						
						
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