In der Nieuwe Kerk, in Delft, gegenüber dem Rathaus gelegen, befindet sich die Grabstätte der Oranier. Auf einer Bodenplatte ist zu lesen: „Wilhelm I. Vater des Vaterlandes erwartet die Auferstehung“. Delft war im Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien zeitweise Residenz des ersten Oraniers, Wilhlem I.
Kaum ein biblisches Themenfeld erweckt in aktuellen Debatten so viele Kontroversen wie das Moment der gleichgeschlechtlichen Liebe. Liberale Positionen stoßen auf konservative Weltanschauungen und immer wieder greifen die verschiedenen Positionen, nicht zuletzt auch die katholische Amtskirche, auf die biblischen Texte als Legitimation ihrer Ansichten zurück.
Jeder von uns kennt ihn - den berühmten Knoten im Taschentuch als Gedächtnisstütze oder den Knoten, mit dem wir ein Paket festzurren, um den Inhalt zu sichern. Solch freiwillige, selbst erstellte Knoten sind im Alltag manchmal unentbehrlich. Lästig hingegen sind die unfreiwilligen Knoten im Schuhband oder beim Abwickeln von Wolle. Diese Knoten können nervös machen, vor allem, wenn man in Eile ist. Man kann einen Knoten nämlich nur auflösen, wenn man sich Zeit nimmt und genau hinschaut. Dennoch sind auch diese Knoten harmlos verglichen mit den unterschiedlichen Verstrickungen und „Verknotungen“ unseres Lebens – und auch diese Knoten können meist nicht anders gelöst werden als ein Wollknäuel: Man muss hinsehen, nachgeben, den Faden ganz locker lassen können und viel Geduld haben. Wer anders verfährt, darf sich nicht wundern, wenn beim Lösen alter Knoten wieder neue entstehen.
Der Tod Jesu am Kreuz fordert nicht nur den christlichen Glauben, sondern auch die Theologie heraus. Immer wieder taucht die Frage auf, ob Gott zur Versöhnung mit dem Menschen das Opfer seines Sohnes benötigt. Schon sehr früh in der Kirchengeschichte und bis in die Gegenwart hinein wird in der Theologie darüber diskutiert, ob und wie der Erlösungsglaube für heute verständlich vermittelt werden kann, denn er steht im Mittelpunkt des christlichen Glaubens. Die Lehre von der Erlösung des Menschen durch Gott, die Soteriologie, wirkt fremd in unserer säkularisierten Welt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sich das Denken und Sprechen der Menschen unseres Kulturkreises wesentlich verändert hat. Die moderne Sprache sowie unser heutiges Welt- und Lebensverständnis wissen mit traditionellen Formulierungen wie der Erlösung von Sündenschuld oder von ewiger Verdammnis wenig anzufangen. Wovon und wofür hat Christus die Welt und die Menschen erlöst?
Zugegeben: Wenn ein Buch bereits kurz nach seinem Erscheinen bejubelt wird, wenn sich die Kritiker vor Begeisterung überschlagen, ist man erst einmal misstrauisch. „Ein unglaubliches Lesevergnügen“, urteilte die Frauenzeitschrift Brigitte, „eine Hauptfigur, die man sofort ins Herz schließt“, kommentierte das Magazin Maxi, wie man im Klappentext nachlesen kann. Ob so viel Lob gerechtfertigt ist? Ist das Thema wirklich eine neue Story wert? Der Titel erinnert eher verdächtig an Hape Kerkelings Bestseller „Ich bin dann mal weg“. Und doch passiert das Unerwartete – wird das wahr, wovon jeder Bücherwurm (stets auf der Suche nach dem einen, ganz besonderen Buch) träumt: Man beginnt zu lesen, und mit jeder Zeile entfaltet die Geschichte eine fast magische Anziehungskraft, die tief im Herzen berührt und ihre Figuren lebendig erscheinen lässt. Man möchte immer weiterlesen, und selbst 384 Seiten erscheinen viel zu kurz. Es gibt nicht viele Bücher, die das vermögen!
Wenn an Weiberfastnacht plötzlich Menschen in Narrenkostümen nicht nur die Rathäuser stürmen, sondern auch im Fernsehen auftauchen, fragt man sich, wie so etwas neben Finanzkrise, Plagiatsvorwürfen, Schneechaos u.a. „normalen“ Vorgängen den Weg bis in die Hauptnachrichten geschafft hat. Es ist auf jeden Fall eine Bewegung von „Unten“, getragen von Menschen, die sonst im Büro oder anderswo ihrer Arbeit nachgehen. Ob im Alemannischen oder im Rheinischen Karneval, es sind jeweils staatsferne Vereine, die das bunte Treiben organisieren. Da ist dann auch die Voraussetzung, dass man die Repräsentanten des öffentlichen Lebens durch mit Witz und Bosheiten angreifen kann.
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