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Gesellschaft

Gegengelesen: Flug ins Fiasko - 18.05.2013

Der Verteidigungsminister de Maziére gerät  ins Schwitzen, seine Bundeswehreformen klemmen und die Drohne „Euro  Hawk“ hebt nicht vom Boden ab, verschlingt dafür aber 500 Millionen  Euro. Unbemannt fliegt diese Kriegsmaschine nun nach Nirgendwo. Das Geld  hätte man gut in Bildung investieren können und Richard David Precht  müsste seiner Anna die Schule nicht erklären. So bleiben nun die Schüler und Studenten dumm.

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Tabubruch oder Segen? - 17.05.2013

Forscher klonen erstmals menschliche Embryonen

In den Vereinigten Staaten haben Wissenschaftler unter der Leitung des Stammzellenforschers Shoukhrat Mitalipov erstmals menschliche Embryonen geklont und aus ihnen Stammzellen gewonnen. Bereits im Jahr 2004 machte ebendiese Nachricht den Koreaner Hwang Woo-Suk weltweit bekannt. Ärzte und Forscher hofften schon damals, mit menschlichen embryonalen Stammzellen individuell angepasste Therapien für schwerkranke Patienten entwickeln zu können. Doch Hwang war es nie gelungen, die begehrten Zellen herzustellen. Wie sich Ende 2005 herausstellte, waren seine Arbeiten gefälscht.

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Klonen embryonaler Stammzellen "zutiefst beunruhigend" - 16.05.2013

(domradio.de) Menschliche Wesen sind keine Produkte - und das Klonen von  embryonalen Stammzellen ist "zutiefst beunruhigend". So reagierten die  US-amerikanischen Bischöfe auf die Nachricht, dass Forscher embryonale  Stammzellen geklont haben. Die US-amerikanische katholische  Bischofskonferenz hat die Nachricht über das gelungene Klonen von  embryonalen Stammzellen als "zutiefst beunruhigend" kommentiert. Auch  wenn diese Methode der Forschung dienen solle, werde sie zweifellos von  denen aufgegriffen, die einmal geklonte Kinder herstellen wollten,  warnte das Komitee der Bischöfe für Lebensschutz in einer in Washington  veröffentlichten Stellungnahme.

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Benghazis Botschaftermord - 13.05.2013

Mittwoch tagte das Aufsichtskomitee des Repräsentantenhauses unter Darrel E. Issa. Im Rayburn Bürohaus am Potomac ging es um die fatale Nacht des 11. Septembers 2012 im libyschen Benghazi als Botschafter J. Christopher Stevens und drei Mitarbeiter in einem Terroranschlag ermordet wurden. Obwohl Präsident Obama gelobte, die Täter der Justiz zuzuführen, geschah wenig. Vor der Komiteetagung wurden Bilder von drei Gesuchten publiziert. Barack H. Obama und Aussenministerin Hillary R. Clinton begründeten den Anschlag mit der Wut gegen ein Islamvideo Mark B. Yusufs, dessen englischer Trailer ab 2. Juli im Web stand. Es gab Untersuchungen, neun Anhörungen, zwei mit Clinton, und Berichte. Neben zwei Zeugen sagte nun Vizemissionschef Gregory N. Hicks aus, der beruflich für seine Haltung kaltgestellt war. Amerikaner hörten erstmals das Nachtdrama.

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Gegengelesen: Tempo! Avanti! - 11.05.2013

Da ist der große Berlusconi in zweiter Instanz verurteilt worden und soll ins Gefängnis. Endlich möchte man meinen, wurde aber auch Zeit, dass dieser selbsternannte Imperator hinter Gitter kommt und nun avanti mit Berlusconi in eine Einzelzelle. Vielleicht gäbe es aber eine bessere Variante, Berlusconi wird arrtiert in einem Altenheim und darf dann Bunga-Bunga seniorissimo machen. In Deutschland ist dagegen noch niemand aus der amigo-Fraktion in einer Zelle. Hoeneß darf weiterhin den FC-Bayern-München regieren und Horst Seehofer führt ansonsten ein hartes Regiment gegen seine ein wenig selbstgerechten Parteimitglieder.

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"Die Koffer augsgepackt": Charlotte Knoblochs Erinnerungen - 08.05.2013

Für die Leistungen der eigenen Nation im Ausland Wertschätzung zu genießen, kann eine Versuchung sein, Liebe und Stolz miteinander zu verwechseln. Die Liebe zum Vaterland, der Patriotismus, kann so schal oder gar ranzig werden, zu Selbstgerechtigkeit oder gar Nationalismus verkommen. Patriotismus als Eintreten für die demokratischen und rechtsstaatlichen Werte der eigenen Gemeinschaft hingegen ist nur um den Preis echten Einsatzes zu haben. Die Liebe zur Heimat, die im Engagement für andere erst aufkeimte – das ist ein großes Thema des Buchs „In Deutschland angekommen“ von Charlotte Knobloch. Die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, die im vorigen Herbst ihren 80. Geburtstag feierte, beschreibt darin die wechselvolle Beziehung zu ihrer Heimat durch acht Jahrzehnte deutsch-jüdischer Geschichte und Gegenwart hindurch.

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Schiitischer Halbmond über Libanon bis Iran - 06.05.2013

Die Freitagsausgabe des arabischen Blatts „al-Hayat“ fiel bunt aus. Da sind Beiträge, wie Islamisten in Tunis die freie Rede stutzen, dass jetzt britische Experten humanitäre Hilfe an Syriens Grenze leisten und wie Imam Muhammad Kashani in seiner Teheraner Predigt die „salafistischen Aussteiger“ genannt hat: weder Sunniten noch Schiiten oder Muslime, sondern Zionisten. Weiter heißt es, dass Washingtoner Listen mit Terroristen fast eine Million Namen bergen, dass Papst Franziskus Libanons Präsident Michel Sulaiman bat, stärker den syrischen Flüchtlingen zu helfen, und dass der Sturm von Islamisten auf die Zentrale der Staatssicherheit in Nordkairo abgewehrt wurde, wo diese Jihadsalafisten schwarz-weisse Symbole ihrer Organisation und Plakate mit den Losungen trugen: „Wir sind alle Usama Bin Ladin“, „Zionistische Staatssicherheit“ und „Feinde des Islam“.

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Gegengelesen: Da gibt es ein Problem - 04.05.2013

Demnächst wird es nicht mehr heißen „das sind ja Zustände wie im alten Rom“, es wird lauten „das sind ja bayrische Beschäftigungsverhältnisse“. Die CSU hat ein Einsehen bei den Mindestlöhnen, die Abgeordneten zahlen auf Staatskosten ihren Frauen und Kindern Gehälter, die die neuen Grenzen für den Mindestlohn angeben. Natürlich werden die Familienangehörigen für 24 Stunden am Tag bezahlt, denn sie sind ja  immer da. Der inzwischen zurückgetretene CSU-Fraktionschef Georg Schmid  z. B. zahlte seiner Frau bis zu 5.500 Euro plus Mehrwertsteuer im Monat und das über 23 Jahre. Rechnet man das um, dann liegt der Mindestlohn bei über 10 € die Stunde. Das sind doch mal Aussagen.

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kath.de-Kommentar über die Sexuelle Revolution und ihr Folgen - 03.05.2013

(explizit.net/kath.de) Die sog. Sexuelle Revolution hat den Sex mit Minderjährigen befördert, auch in der katholischen Kirche. Als Daniel Cohn Bendit für den Theodor Heus Preis ausersehen wurde, kam bisher verborgenes vom Urgestein der grünen Bewegung an die Oberfläche: Der Deckel bleibt zu. Die Akten im Archiv der Heinrich Böll-Stiftung der Grünen bleiben bis 2022 unter Verschluss. Nicht so deutlich wie die Grünen insgesamt hat sich Cohn Bendit von der Idee losgesagt, dass frühe sexuelle Erfahrungen für Minderjährige und auch Kinder förderlich seien. Eine „einver-nehmliche sexuelle Beziehung zwischen Erwachsenen und jungen Menschen“ sollte straffrei bleiben und damit die einschlägigen Paragrafen 174 und 176 des Strafrechts geändert werden.

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Al-Asads Rote Linie und Freiheitsträume - 29.04.2013

Im März hat Damaskus Chemiewaffen mit Sarin gegen Einheimische eingesetzt. Nahe Aleppo und Damaskus gab es etwa 35 Tote. Das behaupten Geheimdienstler in London. Sie zogen auch in Paris und Tel Aviv ähnliche Fazits. Da Barack H. Obama diese Rote Linie „Wechsel seines Kalküls“ zum Damaszener Regime im Bürgerkrieg nannte und C-Waffen auch der britische Premier David Cameron mit Vorbehalt bestätigt hat, gerät der Präsident also in Zugzwang. Donnerstag noch schrieb er Senator John S. McCain, solche Geheimdienstresultate genügten noch nicht und eine Untersuchung der UN wäre geboten. Andere Senatoren wie Lindsey O. Graham forderten ihn auf, einen sicheren Raum für die syrische Opposition samt Flugverbot gegen Bashshar al-Asads Jetbomber zu etablieren, geschützte Zonen von Jihadis der al-Qaida zu befreien, Waffen an die richtigen Leute und zugleich einen Aktionsplan zu liefern, diese C-Waffen rasch zu sichern und zu zerstören.

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